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Versuchsskripten des organisch-chemischen Grundpraktikums der FU-Berlin
WORD-Dokumente zum Herunterladen
Bitte beachten Sie, dass ich das nachfolgende Material für einen
im Jahr 2000 gehaltenen Vortrag zusammengestellt habe. Ich pflege die Versuchsvorschriften
kontinuierlich. Die nachfolgenden Links führen deshalb zu mittlerweile veralteten oder auch gar nicht
mehr angebotenen Versionen. Ich biete inzwischen
an anderer Stelle
alle Versuche des Praktikums tagesaktuell online an.
- Destillation und Umkristallisation
- Dies ist der allererste Versuch im Praktikum.
Großer Arbeitseifer paart sich da mit noch viel Unkenntnis - jedenfalls, was die
Laborfertigkeiten anbelangt. Es gibt also viel Erklärungsbedarf. Das, was für einen
erfahrenen Chemiker kaum 2 Sätze Wert ist, ist hier zu einem 4 Seiten langen Skript geworden.
Das ist die Stelle, wo die Praktikanten abgeholt werden (müssen).
- Darstellung von N-Bromsuccinimid
- Eigentlich ein ganz einfacher Versuch. Aber es ist das erste Mal, dass die Praktikanten
eine Bromflasche in die Hand nehmen. Und es ist einer der ersten Versuche im Praktikum. Deshalb
sind aus ein paar Zeilen 2 Seiten geworden.
- Bromierung von Toluol
- Es geht tatsächlich: In der dritten Praktikumswoche Benzylbromid herstellen
lassen, ohne dass Praktikant, Kommilitonen oder Saalassistent in Tränen ausbrechen! Es
bedarf dazu nur der richtigen Anleitung.
- Kolbe-Synthese
- Hier wird mit Natriumcyanid, Benzylbromid und Benzylnitril gearbeitet. Gutes
Beispiel dafür, dass die Gefährdungen kritisch bewertet werden müssen.
Prakikanten können das nicht selbst leisten. Viele Sicherheitshinweise auch in der Vorschrift,
die die Praktikanten nicht allein herleiten könnten. Der Versuch wird relativ nahe am
Praktikumsanfang durchgeführt, wobei aber zu bedenken ist, dass der Umgang mit
Natriumcyanid schon aus den vorangegangenen Anorganik-Praktika bekannt ist.
- Darstellung von 1,5-Hexadien
- Relativ intensive Warnhinweise, da der Versuch ziemlich zum Anfang des Praktikums
durchgeführt wird und giftige Edukte eingesetzt werden, die den Studenten unbekannt
sind. Auch viele zusätzliche Hinweise in der Versuchsvorschrift.
- Darstellung von 2-Hydroxypyridin
- Versuch wird in der zweiten Praktikumshälfte durchgefürt. Die
Studenten sollen aus recherchierten Daten selbst das Gefahrenpotenzial einschätzen.
- Friedel-Crafts-Alkylierung an Benzol
- Versuchsbeispiel mit sehr aufwendiger Unterweisung und Individualbetreuung
- Ethylviolett
- Bekannter als Ethylviolett ist das gute alte Kristallviolett, mit dem man früher
Praktikanten "gequält" hat. Bei diesem Versuch geht es vorrangig darum,
den Studenten Hilfestellungen zu einer sauberen Arbeitsweise zu geben, den Versuch also "ohne
eigene
Verfärbungen" heil zu überstehen. Didaktisch überaus wertvoller Versuch
trotz relativ teurer Edukte. Die Darstellung des Kristallvioletts sollte in einem Praktikum
heutzutage lieber unterbleiben, da die notwendigen Edukte inzwischen als krebserzeugend eingestuft
sind. Bei den Edukten für das Ethylviolett ist das nicht der Fall. Diethylanilin ist
allerdings ein leicht durch die Haut resorbierbares Gift. Davor und vor der heimtückischen
Reaktion des als Katalysator verwendeten Phosphoroxychlorids müssen die Praktikanten gewarnt
werden.
- Haloformreaktion
- Auch hier wird Brom eingesetzt - allerdings erst zu einem späteren
Praktikumszeitpunkt. Deshalb sind die Anweisungen hier kürzer. Die Vorschrift selbst
enthält diverse zusätzliche Hinweise zu Arbeitsschutz, Entsorgung und zum guten
Gelingen des Versuchs.
- Darstellung von Luminol
- Nur ein kurzer, dank Abwandlung der Originalvorschrift unkritischer Umgang mit
einer stark verdünnten Hydrazinlösung. Diesen Versuch können sogar
Lehramtskandidaten ohne besondere Betreuung durchführen. (Nach der GUV 19.16 hat
Hydrazin Schulrelevanz!)
- 4 Reduktionsversuche
- Ausgeprägte Warnhinweise zum Umgang mit Lithiumaluminiumhydrid, Hydrazin
sowie Hinweise zur Versuchsdurchführung
- 2 Versuche, bei denen Hydrazinsulfat eingesetzt wird.
- Außer peinlich sauberem Arbeiten ist eigentlich nichts weiter anzumahnen.
Versuche finden am Praktikumsende statt.
- Selbstkondensation von Aceton
- Unterweisungen sind kein Selbstzweck! Dies ist ein Versuch der am
Ende des Praktikums durchgeführt wird. Es gibt keine besonderen Gefahrstoffe, bzw. diejenigen,
die verwendet werden, sind den Praktikanten bereits wohlbekannt. Welchen Sinn hätten dann
irgendwelche Diskussionen von R-/S-Sätzen? Auch Erläuterungen gibt es nur noch wenige.
Vergleichen Sie einmal mit dem ersten Versuch! Dabei wird deutlich, was die
Praktikanten im Laufe des Semesters lernen.
- Merocyaninfarbstoff
- Auch einer der letzten Praktikumsversuche, bei dem aber trotz
"Semesterendhektik" sicher mit Iodmethan umgegangen werden muss.
- Recycling von Natrium
- Aufschmelzen von verkrusteten Stückchen
Wenn Ihnen die Skripten nicht gefallen, so gibt es nichts weiter zu veranlassen. Wenn aber doch,
dann würden Sie das vielleicht auch gerne in Ihrem Praktikum ....?...
Sie dürfen!
Unter einer Voraussetzung: Sie klicken nicht einfach nur das Druckericon Ihres Textprogramms an,
sondern bearbeiten den Text zuvor so, dass er exakt
auf die Verhältnisse in Ihrem Praktikum passt!
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