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Letzte Aktualisierung: 11.09.2005
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Versuchsskripten des organisch-chemischen Grundpraktikums der FU-Berlin

WORD-Dokumente zum Herunterladen

Bitte beachten Sie, dass ich das nachfolgende Material für einen im Jahr 2000 gehaltenen Vortrag zusammengestellt habe. Ich pflege die Versuchsvorschriften kontinuierlich. Die nachfolgenden Links führen deshalb zu mittlerweile veralteten oder auch gar nicht mehr angebotenen Versionen. Ich biete inzwischen an anderer Stelle alle Versuche des Praktikums tagesaktuell online an.


Destillation und Umkristallisation  
Dies ist der allererste Versuch im Praktikum. Großer Arbeitseifer paart sich da mit noch viel Unkenntnis - jedenfalls, was die Laborfertigkeiten anbelangt. Es gibt also viel Erklärungsbedarf. Das, was für einen erfahrenen Chemiker kaum 2 Sätze Wert ist, ist hier zu einem 4 Seiten langen Skript geworden. Das ist die Stelle, wo die Praktikanten abgeholt werden (müssen).
Darstellung von N-Bromsuccinimid
Eigentlich ein ganz einfacher Versuch. Aber es ist das erste Mal, dass die Praktikanten eine Bromflasche in die Hand nehmen. Und es ist einer der ersten Versuche im Praktikum. Deshalb sind aus ein paar Zeilen 2 Seiten geworden.
Bromierung von Toluol
Es geht tatsächlich: In der dritten Praktikumswoche Benzylbromid herstellen lassen, ohne dass Praktikant, Kommilitonen oder Saalassistent in Tränen ausbrechen! Es bedarf dazu nur der richtigen Anleitung.
Kolbe-Synthese
Hier wird mit Natriumcyanid, Benzylbromid und Benzylnitril gearbeitet. Gutes Beispiel dafür, dass die Gefährdungen kritisch bewertet werden müssen. Prakikanten können das nicht selbst leisten. Viele Sicherheitshinweise auch in der Vorschrift, die die Praktikanten nicht allein herleiten könnten. Der Versuch wird relativ nahe am Praktikumsanfang durchgeführt, wobei aber zu bedenken ist, dass der Umgang mit Natriumcyanid schon aus den vorangegangenen Anorganik-Praktika bekannt ist.
Darstellung von 1,5-Hexadien
Relativ intensive Warnhinweise, da der Versuch ziemlich zum Anfang des Praktikums durchgeführt wird und giftige Edukte eingesetzt werden, die den Studenten unbekannt sind. Auch viele zusätzliche Hinweise in der Versuchsvorschrift.
Darstellung von 2-Hydroxypyridin
Versuch wird in der zweiten Praktikumshälfte durchgefürt. Die Studenten sollen aus recherchierten Daten selbst das Gefahrenpotenzial einschätzen.
Friedel-Crafts-Alkylierung an Benzol
Versuchsbeispiel mit sehr aufwendiger Unterweisung und Individualbetreuung
Ethylviolett
Bekannter als Ethylviolett ist das gute alte Kristallviolett, mit dem man früher Praktikanten "gequält" hat. Bei diesem Versuch geht es vorrangig darum, den Studenten Hilfestellungen zu einer sauberen Arbeitsweise zu geben, den Versuch also "ohne eigene Verfärbungen" heil zu überstehen. Didaktisch überaus wertvoller Versuch trotz relativ teurer Edukte. Die Darstellung des Kristallvioletts sollte in einem Praktikum heutzutage lieber unterbleiben, da die notwendigen Edukte inzwischen als krebserzeugend eingestuft sind. Bei den Edukten für das Ethylviolett ist das nicht der Fall. Diethylanilin ist allerdings ein leicht durch die Haut resorbierbares Gift. Davor und vor der heimtückischen Reaktion des als Katalysator verwendeten Phosphoroxychlorids müssen die Praktikanten gewarnt werden.
Haloformreaktion
Auch hier wird Brom eingesetzt - allerdings erst zu einem späteren Praktikumszeitpunkt. Deshalb sind die Anweisungen hier kürzer. Die Vorschrift selbst enthält diverse zusätzliche Hinweise zu Arbeitsschutz, Entsorgung und zum guten Gelingen des Versuchs.
Darstellung von Luminol
Nur ein kurzer, dank Abwandlung der Originalvorschrift unkritischer Umgang mit einer stark verdünnten Hydrazinlösung. Diesen Versuch können sogar Lehramtskandidaten ohne besondere Betreuung durchführen. (Nach der GUV 19.16 hat Hydrazin Schulrelevanz!)
4 Reduktionsversuche
Ausgeprägte Warnhinweise zum Umgang mit Lithiumaluminiumhydrid, Hydrazin sowie Hinweise zur Versuchsdurchführung
2 Versuche, bei denen Hydrazinsulfat eingesetzt wird.
Außer peinlich sauberem Arbeiten ist eigentlich nichts weiter anzumahnen. Versuche finden am Praktikumsende statt.
Selbstkondensation von Aceton
Unterweisungen sind kein Selbstzweck! Dies ist ein Versuch der am Ende des Praktikums durchgeführt wird. Es gibt keine besonderen Gefahrstoffe, bzw. diejenigen, die verwendet werden, sind den Praktikanten bereits wohlbekannt. Welchen Sinn hätten dann irgendwelche Diskussionen von R-/S-Sätzen? Auch Erläuterungen gibt es nur noch wenige. Vergleichen Sie einmal mit dem ersten Versuch! Dabei wird deutlich, was die Praktikanten im Laufe des Semesters lernen.
Merocyaninfarbstoff
Auch einer der letzten Praktikumsversuche, bei dem aber trotz "Semesterendhektik" sicher mit Iodmethan umgegangen werden muss.
Recycling von Natrium
Aufschmelzen von verkrusteten Stückchen
Wenn Ihnen die Skripten nicht gefallen, so gibt es nichts weiter zu veranlassen. Wenn aber doch, dann würden Sie das vielleicht auch gerne in Ihrem Praktikum ....?...

Sie dürfen!

Unter einer Voraussetzung: Sie klicken nicht einfach nur das Druckericon Ihres Textprogramms an, sondern bearbeiten den Text zuvor so, dass er exakt auf die Verhältnisse in Ihrem Praktikum passt!