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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 06.11.2005 | Links   
Dr. T. Lehmann
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Schutzkittel

Die Bezeichnung "Schutzkittel" ist eigentlich irreführend, denn tatsächlich schützt der Kittel vor den Chemikalien keineswegs, da er aus saugfähigem Stoff besteht, wie normale Bekleidung auch. Eigentlich ist er eher ein "Anzeigekittel", denn durch seine weiße Farbe werden Chemikalienkontaminationen besser erkannt und er kann gfls. rasch abgelegt werden.

Auch wenn die Praktikanten für Beschaffung und - was nach der Rechtslage nicht so ganz einwandfrei ist - auch für die Reinigung selbst aufkommen müssen, kann man aber als Praktikumsleiter durchsetzen, dass die Praktikanten mit hygienisch einwandfreien Kitteln im Labor arbeiten.

  • Die wichtigste Voraussetzung dafür ist, dass die Praktikanten mindestens zwei Kittel haben, so dass immer ein Kittel zum Wechseln zur Verfügung steht.

Auf die entsprechende Beschaffung muss schon in der Vorbesprechung zum Praktikum strikt bestanden werden. (Siehe auch Erste-Hilfe-Übung.) Findige studentische Fachschaften organisieren sehr preiswerte Kittel. Allerdings wird bei denen oft an der notwendigen Länge gespart. Außerdem haben sie oft (zu) weite Ärmel.

Kittel mit weitem Ärmel Kittelärmel mit zuknöpfbarem Bündchen
Man sieht oft Praktikantenkittel, bei denen die untere Ärmelspitze in allen erdenklichen Farben schillert. Das kommt daher, das der weite Ärmel leicht beim Hantieren auf der Arbeitsfläche in Chemikalienpfützen o.ä. taucht. Bei einem zuknöpfbaren Bündchen kann das nicht so leicht passieren. Wer mit Nadel und Faden umgehen kann, kann sich so etwas natürlich "nachrüsten".

"Richtige" Chemiekittel

  • sind sehr lang und hoch geschlossen,
  • können blitzschnell abgelegt werden, weil sie mit einer Druckknopfleiste geschlossen werden, die man im Gefahrfall einfach aufreißen kann,
  • haben engere oder durch ein Bündchen verschließbare Ärmel
  • haben viele praktische Taschen für Stifte, Utensilien etc.
  • bestehen natürlich aus bei Hitze nicht schmelzendem Gewebe, wobei oft ein Baumwoll-/Kunstfaser-Mischgewebe verwendet wird, wodurch der Kittel nach dem Waschen schneller wieder trocken und einsatzfähig ist.

Sie sind allerdings ziemlich teuer, weshalb nur sehr wenige Praktikanten zu dieser Ausgabe zu bewegen sind. Am besten wirbt man für solche Kittel, indem man diese selbst trägt.

"OP-Kittel" sind übrigens vollkommen ungeeignet. Zwar ist der Körper bis zum Hals gut bedeckt, aber das Ablegen dauert wegen des Rückenverschlusses viel zu lange.