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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 04.11.2005 | Links   
Dr. T. Lehmann
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Chemikalien auf der Bekleidung

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Es funktioniert nicht?

Einer Praktikantin wird etwas Cola oder Soja-Sauce auf den Ärmel gegossen. Wieder zurück bei den anderen erzählt sie, dass sie beim Hantieren mit Chemikalienabfällen etwas verschüttet hat.

Lernziel:

Es muss so rasch wie möglich die betroffene Bekleidung abgelegt werden. Das kann möglicherweise jedoch auf heftigen Widerstand stoßen, denn wer möchte schon mehr oder weniger entblößt vor etlichen Gaffern stehen. Die Praktikantin hat deshalb die Anweisung, das Ablegen der Bekleidung unter gar keinen Umständen zuzulassen. Meist entspinnen sich bei dieser Übung zeitraubende Diskussionen: "Zieh' das jetzt aus!" "Nein!!!" die letztendlich in Handgreiflichkeiten münden. In diesem Augenblick muss der Übungsleiter abbrechen. Mit einer kleinen Denkpause finden die Praktikanten dann doch schnell die richtige Lösung: Rücksichtnahme auf die für das Opfer höchst unangenehme Situation und entweder das rasche Entfernen aller Gaffer oder Verbringen des Opfers in einen nahegelegenen Raum, wo es ungestört ist. Auch das Hinzuziehen einer Vertrauensperson des Opfers kann die notwendigen Maßnahmen sehr beschleunigen.

Hinweise:

  • Für das "Opfer" muss ein entsprechendes langärmliges T-Shirt o.ä. gestellt werden. Die Farbe sollte möglichst hell sein, damit die braune Farbe gut zu sehen ist. Als Übungsleiter braucht man folglich auch die eigene häusliche Waschmaschine, um das T-Shirt für die nächste Übung vorzubereiten.
  • Es ist klar, dass die Rolle des Opfers in diesem Fall von einer Frau gespielt werden muss. Männern würde es nichts ausmachen, den Pullover auszuziehen. Man könnte theoretisch auch die Hose eines männlichen Trägers bekleckern, aber es wäre wegen der bei diesem Kleidungsstück notwendigen Passform schwieriger, ein für das mitgebrachte Kleidungsstück passendes Opfer zu finden.
  • Das Video macht u.a. sehr deutlich: Eine wichtige Sicherheitsmaßnahme ist das Vorhalten von Ersatzkleidung. Auch weniger spektakuläre Fälle sind dann kein Problem, weil man das verunreinigte Kleidungsstück eben einfach austauscht. Und die Praktikantin im Video? Die gäbe ihr T-Shirt bestimmt leichteren Herzens her, müsste sie nicht befürchten, ohne Oberteil spätestens bei der Heimfahrt mit dem Bus aufzufallen, sondern wüsste den rettenden Ersatz im Garderobenspind. Wenn Praktikanten nachdrücklich aufgefordert werden, sich Ersatzkleidung (inkl. Unterwäsche) in den Spind zu legen, reagieren sie bei einem derartigen Unfall oft schon selbständig schnell und richtig.