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Dieser Entsorgungsvorschlag ist für die Chemielaboratorien des Instituts für Chemie und Biochemie der FUB konzipiert. An anderen Einrichtungen können die Entsorgungsregelungen unterschiedlich sein. Alle Hinweise nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.

 

Entsorgung von Natriumabfällen

Natrium wird üblicherweise mit Alkoholen (Ethanol, Isopropanol) vernichtet. Für die sichere Durchführung dieser Reaktion sind große Mengen Lösungsmittel erforderlich. Überaus ressourcenschonend ist es deshalb, das noch verwendungsfähige Metall durch Aufschmelzen von den anhaftenden Oxidschlacken abzutrennen. Dabei ist nur zur Reinigung der verwendeten Geräte und zur Desaktivierung der übrig gebliebenen Schlacke etwas Alkohol notwendig. Die Aufarbeitungsprozedur ist nicht wesentlich aufwändiger als die Vernichtung mit Alkohol. Bei strikter Einhaltung entsprechender Vorsichtsmaßnahmen ist die Aufarbeitung so sicher durchzuführen, dass sie auch als Praktikumsversuch ausgegeben werden kann. Einzelheiten sind diesem Praktikumsversuch zu entnehmen. Das OC-Praktikum nimmt gerne Natriumreste anderer Arbeitsgruppen zur Aufarbeitung entgegen.

 

Vernichtung

Die Vernichtung erfolgt durch Zugabe von Alkohol. Bei größeren Mengen beginnt man vorteilhaft mit dem reaktionsträgeren Isopropanol, sonst - sowie beim Fortschreiten der Reaktion, mit Ethanol.

a) Destillationsrückstand nach Trocknung über Natrium

Das Natrium soll von restlichem Lösemittel vollständig bedeckt sein. In die Mischung wird - zu Beginn sehr vorsichtig, bei Abklingen der Reaktion entsprechend schneller - Alkohol hinzugetropft. Entstehendes Wasserstoffgas wird mit einem Schlauch in den Abzugschacht geleitet. Die Mischung muss unbedingt dünnflüssig bleiben, weil sonst das Natrium nicht ausreichend gekühlt wird und aufglühen kann. Erforderlichenfalls wird mit weiterem inertem Lösemittel (Hexan, Petrolether, Toluol) verdünnt.

Kühlen Sie nicht im Eis-Wasserbad! Wenn der Kolben springt, können die Konsequenzen verheerend sein! (Siehe Unfallbericht.)

Eine sich erwärmende Mischung ist sogar günstig, weil diese nicht so schnell viskos wird!

b) Verkrustete Natriumreste in einer Vorratsflasche

Apparatur:
Dreihalskolben mit Kühler/Gasableitung bis in den Schacht.

Durchführung:
Alkohol vorlegen, durch den Seitenhals portionsweise mit dem Natrium versetzen. Mischung mit Alkohol dünnflüssig halten und nicht im Eis-Wasserbad kühlen!

c) Wenn Gerätschaften von Natrium zu reinigen sind oder aus anderen Gründen im offenen Becherglas gearbeitet werden muss.

Apparatur:
Becherglas in eine Plastikwanne stellen, die im Falle des Übersprudelns verhindern soll, dass das Natrium z.B. im Ausgussbecken in Kontakt mit Wasser kommt. Im offenen Becherglas ist grundsützlich mit einer Zündung zu rechnen, da reichlich Luftsauerstoff zur Verfügung steht. Deshalb sollten auf diese Weise nur Kleinmengen vernichtet werden. Kommt es zur Zündung, so wird die Gefahr oft dadurch vergrößert, indem das Gefäß in einer Schreckreaktion umgestoßen wird. Dies lässt sich verhindern, indem man das Gefäß grundsätzlich einspannt.

Durchführung:
Becherglas mit Alkohol füllen und Apparaturteile in das Lösungsmittel eintauchen, so dass sie vollständig bedeckt sind.

 

Sicherheitshinweis:

 

Sicherstellung, dass das gesamte Natrium umgesetzt ist:

 




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T.Lehmann | Letzte Aktualisierung: 06.03.2011| Links