Navigationspfad:

Startseite · Sicherheit / Notfall ·

 
Dieser Entsorgungsvorschlag ist für die Chemielaboratorien des Instituts für Chemie und Biochemie der FUB konzipiert. An anderen Einrichtungen können die Entsorgungsregelungen unterschiedlich sein. Alle Hinweise nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.

 

Entsorgung von Lithiumaluminiumhydridabfällen

Vorbemerkungen

 

Entsorgung der reinen Substanz

Lithiumaluminiumhydrid kann als Einzelchemikalie entsorgt werden. Kleinmengen kann man auch vor Ort desaktivieren. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten mit Vor- und Nachteilen:
Eintragen in Wasser
Vorteile: Wasser ist nicht brennbar. Die schwach wassergefährdende Mischung kann anschließend in den Ausguss entsorgt werden.
Nachteil: Die Reaktion kann sehr heftig sein, weshalb das Eintragen entsprechend langsam erfolgen muss.
Eintragen in Alkohol
Vorteil: Reaktion ist weniger heftig als mit Wasser.
Nachteile: Der Alkohol ist leicht entzündlich, was zum Problem werden kann, wenn Sie bei der Desaktivierung nicht vorsichtig genugg sind. Außerdem muss der Alkohol hinterher als Sonderabfall entsorgt werden.
Eintragen in Ethylacetat
Vorteil: Sehr milde Reaktion
Nachteile: Keine Endpunktskontrolle (Keine Gasentwicklung), Mischung muss als Sonderabfall entsorgt werden.
Nehmen Sie Wasser, wenn irgend möglich!

 

Desaktivierung von Reaktionsgemischen

Da in diesen Fällen in der Regel bereits brennbare Lösemittel involviert sind, verbietet sich der Einsatz von Wasser, weil durch die heftige Reaktion die Zündung der Lösemittel droht. Die Substanz wird mit Ethylacetat oder besser mit Alkohol (Gasentwicklung als Endpunktskontrolle) desaktiviert. Dabei ist darauf zu achten, dass die Substanz ausreichend mit inertem Lösungsmittel bedeckt ist. Zu Beginn wird langsam zugetropft, bei Abklingen der Reaktion kann die Zugabe schneller erfolgen. Brechen Sie nichts über das Knie. Je langsamer desaktiviert wird, umso weniger wahrscheinlich sind unliebsame Zwischenfälle. So weit Wasserstoff entsteht wird dieser mit einem Schlauch in den Abzugschacht geleitet.

Der abreagierte Ansatz wird über Nacht stehengelassen und danach - zu Beginn auch dies vorsichtig - mit Wasser versetzt und erneut stehengelassen. Vorhandene Niederschläge werden mit Salzsäure in Lösung gebracht.

 

Entsorgung von an Geräten und Behältnissen anhaftendem Lithiumaluminiumhydrid

Spatel, Kolben, Filter, Beutel (in dem die Substanz bei der Auslieferung verpackt war.) - alles wird zur Desaktivierung anhaftenden Lithiumaluminiumhydrids kurz aber vollständig und luftblasenfrei in Wasser getaucht. Arbeitsflächen, Waagen etc. werden mit einem feuchten Zellstofftuch abgewischt.

 




Aktuelles


 

 Institut für Chemie und Biochemie | Kontakt
T.Lehmann | Letzte Aktualisierung: 06.03.2011| Links