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Entsorgung von Hydrazinabfällen

(Auch als Hydrat, Sulfat etc.)

Hydrazin ist krebserzeugend und stark wassergefährdend (WGK 3) und darf deshalb nicht ins Abwasser gegeben werden.

Reinstoffe

Die reine Substanz kann als Einzelchemikalie entsorgt werden. Falls zufälligerweise zur gleichen Zeit auch Wasserstoffperoxid entsorgt werden soll, bietet sich an, beide Abfälle dazu zu verwenden, sich gegenseitig gemäß nachfolgendem Verfahren unschädlich zu machen.

Lösungen

Hydrazin wird durch Wasserstoffperoxid augenblicklich zu Stickstoff und Wasser oxidiert. Bei nicht ausreichender Verdünnung ist die Reaktion sehr heftig. Es wird bis zum Abklingen der Gasentwicklung mit der Peroxidlösung versetzt. Noch genauer ist eine Endpunktskontrolle durch Bestimmen des freien Peroxids, z.B. mit Kaliumiodid/Eisessig (Siehe "Organikum"). Die abreagierte Mischung kann ins Abwasser gegeben werden. Ein moderater Überschuss an Peroxid ist dabei ökologisch nicht problematischer als die oxidierende Waschlauge in der häuslichen Waschmaschine.

Verwendete Geräte

Wegen der toxikologischen Problematik ist die o.a. Methode auch zur Dekontamination von verwendeten Geräten wichtig. (Kolben, Tropftrichter, Spritzen etc.) Man spült entweder mit schwach peroxidhaltiger Lösung gut ab oder verwendet ein Tauchbad. Beachten Sie, dass Wasserstoffperoxid auch mit vielen anderen Stoffen heftig reagieren oder gefährliche Reaktionsprodukte ergeben kann.


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T.Lehmann | Letzte Aktualisierung: 05.03.2011| Links