Dieser Entsorgungsvorschlag ist für die Chemielaboratorien des Instituts für Chemie und Biochemie der FUB konzipiert. An anderen Einrichtungen können die Entsorgungsregelungen unterschiedlich sein. Alle Hinweise nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.
Flaschen
Entsorgen
- Flaschen sind zuvor so weit zu reinigen, dass von Ihnen keine Gefahren mehr ausgehen. Dazu ist je nach Erfordernis Wasser, Wasser und Seife oder ein Lösemittel zu verwenden. Enthielten die Flaschen mit Luftfeuchtigkeit reagierende Substanzen (z.B. Phosphorpentoxid, Phosportrichlorid, Chlorsulfonsäure), so lässt man die geöffnete Flasch eim Abzug bis zur vollständigen Hydrolyse längere Zeit stehen und spült erst dann mit Wasser aus.
- Die Warnhinweise sind zu entfernen (Symbol, Piktogramm).
Entweder lässt sich dazu das Etikett komplett abziehen, oder
man zerkratzt die Warnsymbole bzw. GHS-Piktogramme:

- Glasflaschen werden in die Glasmüllcontainer der BSR gegeben. Die Flaschen müssen selbst zu den Containern gebracht werden. Kunststoffgebinde können in die gelbe Tonne entsorgt werden oder, falls die nicht zur Verfügung steht, in den Hausmüll. Wenn Sammelbehälter im Labor vorhanden sind, die vom Reinigungspersonal umgefüllt werden, soll zusätzlich der Deckel abgeschraubt werden. Die offene Flasche signalisiert zusätzlich, dass keine Gefährdung vorliegt.
Wiederverwenden
Das Vorhaben ist löblich, wird jedoch leider oft falsch in die Tat umgesetzt. Das Problem ist, dass viele Chemikalienhersteller für ihre Flaschen sehr ähnliche Gewinde verwenden, die allerdings eben doch nicht ganz identisch sind. Werden Flaschen wiederverwendet, werden aber oft die Deckel vertauscht.- Ein Flaschendeckel, der sich nicht wenigstens 2 Umrehungen weit auf die Flasche aufdrehen lässt, gehört nicht auf die Flasche!
- Ein Flaschendeckel, der nach dem Aufdrehen schief auf der Flasche sitzt, gehört nicht auf die Flasche!
- Ein Flaschendeckel, der sich schon von Beginn an recht schwer aufdrehen lässt und bei dem man das Festdrehen irgendwann beendet, weil die Schwergängigkeit kontinuierlich immer weiter zugenommen hat, gehört nicht auf die Flasche!
Bei wiederverwendeten Flaschen muss ein besonderes Augenmerk darauf verwendet werden, dass die Flaschen intakt sind.
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Den Sprung in diesem Flaschengewinde sieht man nur bei einem bestimmten Lichteinfall so deutlich wie auf dem Foto. Auch ohne Sprung ist die Flasche ungeeignet, denn an der mit "a" markierten Stelle fehlt ein Kunststoffring der 2 Funktionen erfüllt. Er ist erstens eine Gießhilfe und zweitens die Dichtung für den aufgeschraubten Deckel. Ohne den Ring kleckert die Flasche beim Ausgießen und sie schließt obendrein nicht dicht. | |
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So sieht das gleiche aus, wenn alles in Ordnung ist. Nicht alle Flaschenmodelle haben auf dem Glas diesen Kunststoffring. Bei anderen Flaschen ist es der Deckel, der die Dichtungsfunktion übernimmt. Man muss eben wissen was man wo aufschrauben darf. |
Wenn Sie Flaschen weiter verwenden wollen, gehen Sie wie folgt vor:
- Werfen Sie alle Flaschen weg, bei denen Sie sich nicht sicher sind, ob sie weiter verwendet werden können.
- Werfen Sie alle Flaschen weg, die Deckel mit Dichtungen aus kaschierter Pappe oder dünner Schaumfolie haben, die wenig resistent gegenüber Chemikalien sind.
- Schauen Sie sich die Originalflaschen daraufhin an, welches die jeweils richtigen Deckel sind.
- Begrenzen Sie das Weiterverwenden auf wenige Flaschentypen, die Sie gut kennen und bei denen Sie die Deckel sicher zuordnen können!
- Wenn Sie häufiger Flaschen weiter verwenden: Legen Sie sich einen sortierten Vorrat an Ersatzdeckeln an, so dass Sie falsche Deckel sofort austauschen können. Für Präparateflaschen sind die Deckel auch einzeln käuflich erhältlich.
- Beachten Sie, dass Kunststoffgefäße nur begrenzte Zeit weiter verwendet werden können, weil sie mit der Zeit verspröden



