Dieser Entsorgungsvorschlag ist für die Chemielaboratorien des Instituts für Chemie und Biochemie der FUB konzipiert. An anderen Einrichtungen können die Entsorgungsregelungen unterschiedlich sein. Alle Hinweise nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.
Entsorgung von Bromabfällen
Brom ist wassergefährdend (WGK 2). Wegen der starken Ätzwirkung verbietet sich auch die Entsorgung von Kleinstmengen im Ausguss von selbst.
Reinstoff
Brom ist relativ teuer, sehr reaktiv und wird häufig benötigt. Eine Entsorgung sollte man daher vermeiden und z.B. durch Weiterreichen an Interessenten vermeiden können. Eine Destillation verunreingter Chargen ist theoretisch möglich.
Kleinmengen oder Lösungen
Brom kann mit einem Reduktionsmittel zum Halogenid reduziert und danach ins Abwasser gegeben werden. (Bromide sind, sofern das Kation nicht toxisch ist, schwach wassergefährdend (WGK 1).) Das als Reduktionsmittel oft empfohlene Thiosulfat gibt bei der Reaktion häufig unlösliche Niederschläge. Mit Sulfit-Lösungen werden dagegen nach der Desaktivierung klare Lösungen erhalten. Da in diesem Fall die bei der Reaktion entstehende Bromwasserstoffsäure zu einer unerwünschten Entwicklung von Schwefeldioxidgasen führen kann, gibt man bei größeren Mengen zweckmäßig noch sukzessive Natronlauge hinzu.

