Dieser Entsorgungsvorschlag ist für die Chemielaboratorien des Instituts für Chemie und Biochemie der FUB konzipiert. An anderen Einrichtungen können die Entsorgungsregelungen unterschiedlich sein. Alle Hinweise nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.
Chemkalienbehaftete Betriebsmittel
Betriebsmittel sind Stoffe oder Hilfsmittel, die für sich genommen keine Gefahrstoffe sind, aber durch Kontakt oder Benetzung mit Gefahrstoffen zu einem gefährlichen Abfall geworden sind. Dazu zählen hauptsächlich:
- Filter und Zellstoff
- Chromatographiehilfsmittel (Aluminiumoxid, Kieselgel)
- Trockenmittel
- Achten Sie darauf, dass keine reaktiven, vor allem keine selbstentzündlichen Abfälle eingefüllt werden! Tauchen Sie z.B. Zellstoffstückchen, mit denen Sie beim Abwiegen von Lithiumaluminiumhydrid durch den Abzugluftstrom beiseite gewehte Stäube aufgewischt haben, vollständig in Wasser, bevor sie diese zu den Betriebsmittelabfällen geben!
- Geben Sie nichts in den Betriebsmittelabfall, was auch durch Auflösen in die Lösemittelsammelbehäter entsorgt werden kann. Sie vermeiden damit die für Feststoffabfälle typischen gefährlich langen Reaktionsverzögerungen.
- Überfüllen Sie die Beutel nicht! Ist der Beutel so prall gefüllt, dass der Verschlussclip nicht mehr richtig sitzt, platzt die Schose irgendwann beim Transport auf. Da das ganze auch noch von Hand umgepackt werden muss, nimmt die Materialverwaltung keine Beutel mit einem Gewicht von mehr als 3 kg entgegen.
- Schutzhandschuhe sollten Sie im Regelfall nicht so lange verwenden, dass sie als Sondermöll entsorgt werden müssen! natürlich kann es aber im Einzelfall einmal so sein, dass ein Handschuh "kräftig etwas abbekommen" hat.
- Die zum Isolieren einer Kolonne verwendete Aluminiumfolie hat normalerweise im Betriebsmittelabfall nichts zu suchen. Ist nicht gerade ein Teufelszeug chromatographiert worden, müssen auch DC-Karten nicht unbedingt als Sondermuell entsorgt werden.
- Gerade Praktikanten sind oft unsicher, was als Sondermüll entsorgt werden muss und man findet dann plötzlich auch Gummischläche oder Handtücher im Sammelgefäß für die Betriebsmittelabfälle.
| Zur Gewichtsreduktion werden die Betriebsmittelabfälle in Beuteln gesammelt. Wegen der schon beschriebenen Brandgefahr werden die Beutel während des Befüllens am besten in passende selbstlöschende Papierkörbe eingespannt. Dabei handelt es sich um Blecheimer mit einem Deckel, der eine konisch zulaufende Einfüllöffnung hat. Diese besondere Form bewirkt, dass bei brennendem Behäterinhalt die aufsteigenden Brandgase das Einströmen von Frischluft verhindern und das Feuer deshalb von selbst erstickt. Es gibt solche Körbe mit Einhängebügeln für Beutel. Fragen Sie in der Materialverwaltung! |
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![]() So wirkt der Feuerschutz nicht mehr! |
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| Zur Abgabe wird der Beutel aus dem Eimer entnommen und mit einem Plastik-Clip verschlossen. | ![]() Hochgeklappte Einhängebügel |
- Damit in einem Praktikum nichts falsch gemacht wird, klebt man auf den Sammeleimer am besten eine entsprechende Betriebsanweisung, so wie dies auch die Abbildungen zeigen.
Beachten Sie ansonsten die Hinweise der Technischen Abteilung



