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Dieser Entsorgungsvorschlag ist für die Chemielaboratorien des Instituts für Chemie und Biochemie der FUB konzipiert. An anderen Einrichtungen können die Entsorgungsregelungen unterschiedlich sein. Alle Hinweise nach bestem Wissen aber ohne Gewähr.

 

Entsorgung von Benzylhalogenidabfällen

Benzylhalogenide zeichnen sich durch einen extremen Tränenreiz aus. Benzylchlorid ist darüber hinaus krebserzeugend. Umgang wie Entsorgung haben deshalb besonders sorgfältig zu erfolgen.

Reinstoff

Benzylhalogenide können als Lösemittelabfall entsorgt werden. Bei größeren Mengen ist wegen des tränenreizenden Potentials und wegen der deutlichen Reaktionsfähigkeit die Entsorgung als Einzelchemikalie in Erwägung zu ziehen.

Destillationsrückstände, benetzte Geräte

Von Fall zu Fall ist es besser entweder mit Lösemittel zu spülen oder zuvor mit basischer alkoholischer Lösung zu desaktivieren. Eine solche Lösung erhält man "von selbst" bei der Auflösung von Natrium in Ethanol, weshalb solche Mischungen nicht entsorgt sondern zur Desaktivierung hydrolytisch spaltbarer Verbindungen aufgehoben werden sollten. Die mit Benzylhalogeniden ablaufende Reaktion entspricht der Ethersynthese nach Williamson. Der Ether ist nicht mehr tränenreizend. Es wird als halogenhaltiger Lösungsmittelabfall entsorgt.




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T.Lehmann | Letzte Aktualisierung: 06.03.2011| Links