Letzte Aktualisierung: 23.07.2010
Letzter vollständiger Linkcheck: 07.06.2009
Explosion in einer Mikrowelle
Ort, Jahr:
Klinisch-med. Labor der Universitätsmedizin Mainz 2010
Zeitraum:
tagsüber
Hergang:
In einem Mikrowellengerät wurde eine wässrige Nährstofflösung (Agar) erwärmt.
Dabei gab es unvermittelt eine Explosion, durch die die Verriegelung aufgesprengt wurde
und sich darüber hinaus auch das gesamte Gehäuse verformte. Die Splitter der Agar-Flasche wurden
in den Raum geschleudert.
Schäden:
Keine, außer der zerstörten Mikrowelle und dem zerstörten Gläschen.
Ursache:
Es bestand ein grundsätzlicher Interessenkonflikt, da einerseits die Sterilität der Agar-Lösung
zu gewährleisten war, andererseits für mögliche Siedeverzüge eine Druckentlastung
geschaffen werden musste. Die Mitarbeiter hatten als Kompromiss den Deckel der Agar-Flasche leicht aufgedreht.
Vermutlich ist es durch Hochspritzen der Flüssigkeit zum Verkleben des Deckels - vielleicht auch in den
Gewindegängen des Deckels
gekommen, wodurch die Druckentlastung versperrt war. Möglicherweise wurde dieser Effekt durch abdunstendes
Wasser verstärkt, was zur Eindickung der auch im Originalzustand schon gelartigen Substanz geführt
hätte.
Maßnahmen:
Zukünftig muss der Schraubdeckel zur Behandlung ganz gelöst werden.
Fotos:
Abbildung 1:
Zustand der Mikrowelle nach der Explosion. Rot markiert ist das abgerissene Seitenteil.
Abbildung 2:
Ein Glas dieses Typs ist in der Mikrowelle explodiert.