Letzte Aktualisierung: 07.06.2009
Letzter vollständiger Linkcheck: 07.06.2009
Explosion durch Gasaustritt
Ort, Jahr:
Genetisches Institut der Universität Münster 2004
Zeitraum:
18:00
Hergang:
In einem gerade neu eingerichteten gentechnischen Labor betätigte ein
Doktorand den elektrischen Frontschieber einer Arbeitsbank, woraufhin sich eine heftige
Explosion ereignete, die die Wand zum Nachbarraum eindrückte.
Schäden:
Der Doktorand erlitt Verbrennungen 1. und 2. Grades. und wurde mit einem
Rettungshubschrauber in die Brandklinik zur Behandlung geflogen. Die Bank
stürzte um. Die Explosionswelle breitete sich auch im Nachbarlabor weiter aus
und beschädigte dort Fenster und die Tür zum Flur.
Ursache:
In der Werkbank befand sich ein Bunsenbrenner, der mit einem nicht dafür
zugelassenen Schlauch an die Gasversorgung angeschlossen war. Die Gaszufuhr war
versehentlich nur am Brenner, nicht aber am Wandauslassventil abgestellt worden.
Vermutlich ist es durch eine Undichtigkeit an der Schlauchverbindung zum Gasaustritt
gekommen, wobei sich das Gas während des Betriebsstillstands der Werkbank bis
zur Explosionsfähigkeit anreichern konnte. Nach der Verpuffung trat am Schlauchende
weiterhin brennendes Gas aus, was durch weitere Mitarbeiter mittels Feuerlöschereinsatz
und Abriegeln der Gaszufuhr gelöscht werden konnte.
Maßnahmen:
Alle Labore wurden daraufhin überprüft, ob DVGW-geprüfte Gasschläuche
verwendet wurden. Wo nicht vorhanden, wurde entsprechend umgerüstet und belehrt.
Fotos:
Abbildung1:
Eingedrückte Wand.
Abbildung 2: Bunsenbrenner mit Anschlussschlauch. An der markierten
Stelle sind deutliche Brandspuren zu sehen.