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Letzte Aktualisierung: 23.04.2008 | Links  
Dr. T. Lehmann
 
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Das Reinigungspersonal der Institute für Organische sowie für Physikalische Chemie der Freien Universität Berlin wird seit September 1996 anhand nachstehender Betriebsanweisung über die einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen beim Reinigen der Laborräume unterwiesen. Falls Sie Interesse an dieser Anweisung haben, können Sie den Text nach Belieben für eigene Zwecke verwenden. Lesen Sie Ihn zuvor sorgfältig durch, ob er für Ihre lokalen Gegebenheiten paßt. Das mindeste, was Sie tun müssen ist, die für Ihren Bereich zutreffenden Adresssen und Telefonnummern einzutragen!

Sie können diesen Text auch als WORD-Dokument herunter laden.

Von dem Text liegen auch Übersetzungen in verschiedene Sprachen vor. Zugriff auf diese Übersetzungen erhalten Sie über meine Indexseite .


Betriebsanweisung für die Reinigung der Labore im Institut für Chemie - Organische und Physikalische Chemie der Freien Universität Berlin

Takustr. 3, 14195 Berlin


Gefahren durch Chemikalien

Viele Chemikalien sind gesundheitsgefährdend. Sie können z.B. giftig oder krebsauslösend sein oder stark ätzen. Viele Chemikalien werden leicht durch die Haut aufgenommen oder sie entwickeln Dämpfe, die beim Einatmen zu Gesundheitsschädigungen führen. Andere Chemikalien können sehr leicht anfangen zu brennen. Beachten Sie besonders die folgenden Warnsymbole:

(E) (E)
explosionsgefährlich
(O) (O)
brandfördernd
(F) (F); (F+)
F = leichtentzündlich;
F+ = hochentzündlich
(T) (T); (T+)
T = giftig;
T+ = hochgiftig
(Xn) (Xn)
gesundheitsschädlich
(C) (C)
ätzend
(Xi) (Xi)
reizend
(N) (N)
umweltgefärlich

Gefahren durch Geräte

Kabel und Schläuche an Geräten können sehr wichtig für die richtige Funktion sein. Funktioniert ein Kabel oder ein Schlauch nicht richtig, so kann das Gerät beschädigt werden oder es können sogar Chemikalien austreten und gefährlich reagieren.

Gefahren durch Glasgeräte

Zerbrochene Glasgeräte hinterlassen scharfkantige Splitter. Vor allem an schwer zugänglichen Stellen (z.B. unter den Arbeitstischen) können diese längere Zeit unbemerkt liegenbleiben.


Beachten Sie zu Ihrem eigenen Schutz vor den genannten Gefahren strikt die nachfolgenden Anweisungen! Es ist gesetzlich vorgeschrieben, daß Sie anhand dieser Betriebsanweisung mindestens einmal jährlich mündlich unterwiesen werden. Diese mündliche Belehrung müssen Sie durch Unterschrift bestätigen. Die Unterschriften müssen 2 Jahre lang aufbewahrt werden.

(Gesetzliche Grundlagen: Gefahrstoffverordnung § 20)


Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln:

  • Fassen Sie Chemikalienbehältnisse - auch leere - nicht selbst an! Reinigen Sie also Arbeits- und Bodenflächen nur, wenn diese völlig freigeräumt sind! Dies gilt ganz besonders dann, wenn Sie allein im Raum tätig sind. Benachrichtigen Sie Ihre Vorarbeiterin, wenn in einem Labor die zu reinigenden Flächen ständig verstellt sind!
  • Vermeiden Sie grundsätzlich den direkten Kontakt mit dem Wischwasser. Wenn Sie feststellen, daß Chemikalien auf den zu reinigenden Flächen verschüttet sind, so unterlassen Sie jede Reinigung, wenn das Laborpersonal Ihnen nicht zuvor ausdrücklich bestätigt hat, daß die dies für Sie nicht mit einer Gefährdung verbunden ist!
  • Halten Sie sich nicht in Räumen auf, in denen Sie den Geruch nach Chemikalien feststellen, es sei denn, das Laborpersonal hat Ihnen versichert, daß von den Dämpfen keine Gefährdung ausgeht!
  • Berühren Sie keine Kabel und Schläuche, wenn Sie allein im Raum arbeiten. Arbeiten Sie statt dessen in der Umgebung dieser Leitungen nur in Anwesenheit und nach Rücksprache mit den Laborinsassen!
  • Gehen Sie vorsichtig mit splitterhaltigem Kehricht um! Beachten Sie, daß zusammengekehrte Glasscherben auch Ihren Müllsammelbeutel nach dem Einfüllen durchstechen können!
  • Beim Zusammenkehren von Glasscherben können diese brechen und die Splitter weit durch die Gegend fliegen. Deshalb müssen Sie unbedingt eine Schutzbrille tragen.
  • Entleeren Sie keine Müllsammelgefäße, die Glasscherben oder Chemikalien enthalten! Benachrichtigen Sie statt dessen Ihre Vorarbeiterin oder die Sicherheitsbeauftragten!
  • Auch die von Ihnen verwendeten Reinigungsmittel enthalten Chemikalien. Verwenden Sie diese Mittel nur nach der Gebrauchsanweisung! Lassen Sie sich von Ihrer Vorarbeiterin über mögliche Gefährdungen bei der Verwendung dieser Mittel gesondert unterrichten!
  • Bei einer Schwangerschaft sind viele Chemikalien vor allem in den ersten Wochen sehr gefährlich. Das bedeutet, daß Sie in Räumen, in denen solche Chemikalien stehen, nicht mehr arbeiten dürfen. Melden Sie deshalb den Eintritt einer Schwangerschaft unverzüglich Ihrer Vorarbeiterin, damit die Einsatzpläne so gestaltet werden können, daß Sie entsprechende Räume nicht mehr betreten müssen!
  • In den Laboratorien sind Essen, Trinken und Rauchen verboten.
  • Reinigen Sie nach der Arbeit Ihre Hände mit Wasser und Seife! Dies gilt auch für jede Arbeitsunterbrechung, zum Beispiel bei einer Frühstückspause!

Erste Hilfe

  • Spülen Sie bei Hautkontakt mit Chemikalien die betroffenen Stellen sofort lange und gründlich mit Wasser ab (mindestens 10 Minuten)! Sofern keine Verletzung besteht, verwenden Sie Wasser und Seife! Durchtränke Bekleidung ist sofort abzulegen! Halten Sie in Ihrem Garderobenschrank eine komplette Garnitur Ersatzkleidung bereit, um im Bedarfsfall die Bekleidung wechseln zu können! Wenn Chemikalien ins Auge gelangt sind, verwenden Sie die in jedem Labor vorhandene Augenspüleinrichtung!
  • Wenn Sie eine plötzliche Rötung, einen Juckreiz oder ein Brennen auf Ihrer Haut verspüren, stellen Sie die weitere Arbeit sofort ein und waschen Sie die betroffenen Hautpartien gründlich wie oben beschrieben mit Wasser und Seife ab!
  • Wenden Sie sich nach ausgiebigem Spülen und Waschen an Ihre Vorarbeiterin, die Sicherheitsbeauftragten (Herr Mühlbrandt: 14.05/14.10 Tel.: 52467/52595; Herr Lehmann: 55398, Notruf: 54300) oder notfalls an irgendeinen Mitarbeiter oder Abteilungsleiter des Hauses! Weitere Notfallhinweise und Rufnummern finden Sie auf leuchtend roten Aushängen an jedem Telefon. Tragen Sie keine Salben oder ähnliches auf die Haut auf! (Wenn diese in die Haut einziehen, können sie vorhandene Chemikalien mit in die Haut hineinziehen.)
  • Lassen Sie Schnittverletzungen einen kurzen Augenblick ausbluten! Danach wird die Wunde verbunden. Erste-Hilfe-Material finden Sie in allen Räumen, deren Tür ein Schild mit einem weißen Kreuz auf grünem Grund trägt.