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Wozu dieses Angebot? |
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| Heimtücke von kmr-Stoffen |
Die häufigsten Laborunfälle sind bekanntlich durch Glasbruch bedingte Schnittverletzungen.
Danach folgen Verbrühungen. Sind Chemikalien bei Unfällen im Spiel, handelt es
sich meistens um physikalische Gefährdungen, also zum Beispiel die Auslösung eines Brandes. Stets gibt es dabei eine
unmittelbare Ursache-Wirkungs-Beziehung (Finger an scharfer Glaskante -> Schnittwunde; Streichholz an Ethanol -> Brand).
kmr-Stoffe sind heimtückischer. Altbundeskanzler Helmut Schmidt beweist, dass man auch als starker Raucher ein beachtliches
Alter erreichen kann. Viele weniger bekannte Menschen bezahlen dieses Laster im Gegenteil mit einem stark verkürzten Leben. Die
Expositionsfolge ist immer nur ein statistisches Risiko, welches zudem nach heutigen
toxikologischen Erkenntnissen nur in ganz wenigen Fällen bereits quantifiziert werden kann. Als Folge daraus fehlt
bis heute eine Maßeinheit zur Beschreibung der Wirkungsstärke, was hysterischen Angstmachern (Acrylamid im Toastbrot)
wie notorischen Abwieglern ("Das haben wir früher doch auch alles ausgehalten") eine kakophonische Besetzung von
Deutungshoheiten ermöglicht. |
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| kmr-Stoffe an Universitäten |
Da die Krebserkrankung meist erst Jahre später auftritt, ist der Kausalzusammenhang mit der Chemikalienexposition schwer nachweisbar oder wird auch gar nicht erst erkannt. Es wäre daher perfide, wenn ein Universitätsbetrieb sich pauschal auf den Standpunkt stellen würde: "Bei uns gibt es keine chemikalienbedingten Krebserkrankungen." denn fast das gesamte an den Laborbänken arbeitende Personal arbeitet dort nur zum Erwerb einer Qualifikation und hat, falls es zu einer Erkrankung kommen sollte, die Universität längst verlassen. Sich um die Gefährdung von kmr-Stoffen zu kümmern bedeutet also, sich nicht nur um den tagtäglichen eigenen Betrieb zu kümmern, sondern verantwortliche Gesundheitsvorsorge auch für das spätere Leben der Beschäftigten zu treffen. Das ist kein Akt freundlicher Nächstenliebe, sondern zwingend vorgeschrieben. Mit diesem Projekt versuchen wir übersichtlich aufzuzeigen, zu welchen Maßnahmen Sie (als Praktikumsleiter) verpflichtet sind. Dazu geben wir Tipps, wie dies aus unserer Sicht praktikabel umzusetzen ist. Leider ist es nicht mal ganz einfach, kmr-Stoffe überhaupt zu erkennen, weshalb wir auch dazu Hilfen geben. Und wir wollen durch Aufzeigen von Informationsquellen versuchen, die Diskussion über die Verwendung von kmr-Stoffen zu versachlichen.
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