Indexseite "KMR-Gefahrstoffe in Praktika"
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Letzte Überarbeitung: 11.02.2009

 

Wozu dieses Angebot?

Heimtücke von kmr-Stoffen Die häufigsten Laborunfälle sind bekanntlich durch Glasbruch bedingte Schnittverletzungen. Danach folgen Verbrühungen. Sind Chemikalien bei Unfällen im Spiel, handelt es sich meistens um physikalische Gefährdungen, also zum Beispiel die Auslösung eines Brandes. Stets gibt es dabei eine unmittelbare Ursache-Wirkungs-Beziehung (Finger an scharfer Glaskante -> Schnittwunde; Streichholz an Ethanol -> Brand).

kmr-Stoffe sind heimtückischer. Altbundeskanzler Helmut Schmidt beweist, dass man auch als starker Raucher ein beachtliches Alter erreichen kann. Viele weniger bekannte Menschen bezahlen dieses Laster im Gegenteil mit einem stark verkürzten Leben. Die Expositionsfolge ist immer nur ein statistisches Risiko, welches zudem nach heutigen toxikologischen Erkenntnissen nur in ganz wenigen Fällen bereits quantifiziert werden kann. Als Folge daraus fehlt bis heute eine Maßeinheit zur Beschreibung der Wirkungsstärke, was hysterischen Angstmachern (Acrylamid im Toastbrot) wie notorischen Abwieglern ("Das haben wir früher doch auch alles ausgehalten") eine kakophonische Besetzung von Deutungshoheiten ermöglicht.
 

kmr-Stoffe an Universitäten

Da die Krebserkrankung meist erst Jahre später auftritt, ist der Kausalzusammenhang mit der Chemikalienexposition schwer nachweisbar oder wird auch gar nicht erst erkannt. Es wäre daher perfide, wenn ein Universitätsbetrieb sich pauschal auf den Standpunkt stellen würde: "Bei uns gibt es keine chemikalienbedingten Krebserkrankungen." denn fast das gesamte an den Laborbänken arbeitende Personal arbeitet dort nur zum Erwerb einer Qualifikation und hat, falls es zu einer Erkrankung kommen sollte, die Universität längst verlassen.

Sich um die Gefährdung von kmr-Stoffen zu kümmern bedeutet also, sich nicht nur um den tagtäglichen eigenen Betrieb zu kümmern, sondern verantwortliche Gesundheitsvorsorge auch für das spätere Leben der Beschäftigten zu treffen. Das ist kein Akt freundlicher Nächstenliebe, sondern zwingend vorgeschrieben. Mit diesem Projekt versuchen wir übersichtlich aufzuzeigen, zu welchen Maßnahmen Sie (als Praktikumsleiter) verpflichtet sind. Dazu geben wir Tipps, wie dies aus unserer Sicht praktikabel umzusetzen ist. Leider ist es nicht mal ganz einfach, kmr-Stoffe überhaupt zu erkennen, weshalb wir auch dazu Hilfen geben. Und wir wollen durch Aufzeigen von Informationsquellen versuchen, die Diskussion über die Verwendung von kmr-Stoffen zu versachlichen.

 
Alle gegebenen Hinweise sind nach bestem Wissen und Gewissen gegeben. Bitte lesen Sie den Haftungsausschluss!
Als Folge des derzeitigen Wechsels von der bisherigen EU-Einstufung von Chemikalien auf das neue 'Global Harmonised System' gibt es auch in diesem Angebot im Augenblick ein Nebeneinander von Angaben nach beiden Einstufungen. Dem Grad der Umstellung folgend wird dieses Angebot immer wieder angepasst, wobei die alten Einstufungen zugunsten des GHS nach und nach verschwinden werden.
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