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Organisch-chemische Grundausbildung
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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 18.02.2013 | Links   

 
Organisch-chemische Grundausbildung
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Zeitbedarf für die Praktika

Zu Recht gelten die OC-Praktika als anstrengend. Das liegt an der hohen Präsenzzeit, was wiederum daran liegt, dass die organisch-chemischen Reaktionen lange dauern.
Die bange Frage der ganz Ängstlichen lautet:
Kann ich das überhaupt alles schaffen?
 
Die etwas forscheren fragen:
Ich kann am Montag gar nicht und am Dienstag erst ab 13:00 ins Praktikum. Schaffe ich das trotzdem?

 

Hier dazu die Antworten:

  • Die Praktikumszeit ist höher als zur Erledigung der Aufgaben erforderlich ist. Das schließt ein, dass ein Versuch auch mal so schief laufen kann, dass er wiederholt werden muss. Dafür ist bei durchschnittlichem Geschick ausreichend Zeit vorhanden.
     
  • Bei durchschnittlichem Geschick kann man also die Aufgaben in der zur Verfügung stehenden Zeit gut erledigen. Viele Praktikanten sind sogar etwa 1 Woche vor Praktikumsende mit ihren Aufgaben schon fertig. Das sollte freilich kein Grund für leichtsinnige Spekulationen sein. Vielleicht ist Ihr experimentelles Geschick doch nicht so gut ausgeprägt wie Sie gedacht haben oder Sie haben einfach Pech und Sie werden zm Beispiel krank. Dann brauchen Sie plötzlich die gesamte Zeit!
     
  • Wie viel Zeit tatsächlich benötigt wird, hängt ganz wesentlich vom eigenen Organisationsgeschick ab. Wer beim Umkristallisieren den Kristallen zugucken muss, wie sie ausfallen, verplempert Zeit. Wer hingegen die durchzuführenden Tätigkeiten so ineinander verschachteln kann, dass zwischendurch kein Leerlauf entsteht, kommt mit erheblich weniger Zeit aus. Das gute Organisieren bedingt, dass man einen Sinn dafür haben muss, welche Ressourcen (z.B. Geräte, Chemikalien, andere Hilfsmittel) man wann benötigt. Es bedingt vor allem, dass man am besten an mehreren Versuchen gleichzeitig arbeitet, damit es immer einen Versuch gibt, an dem man weiter arbeiten kann. Es bedingt, dass man diese parallel durchgeführten Versuche nicht durcheinanderbringen darf und sich dazu schnell darin einarbeiten muss, wie man ein Laborjournal führt. Es bedingt, dass man dann, wenn der Magnetrührer gerade für die nächsten drei Stunden für eine Reaktion gebraucht wird und man deshalb mit den anderen Versuchen auch nicht weiter kommt, dann nicht mit den anderen Praktikanten herumschwätzt sondern den Laptop hervorholt und im Praktikum schon mal an den Protokollen arbeitet oder alternativ Vor-/Nachbereitungen anderer Lehrveranstaltungen erledigt. Tut man das nicht, ist es kein Wunder, wenn der Arbeitstag bis Mitternacht dauert, weil diese Tätigkeiten erst nach der Ankunft zu Hause in Angriff genommen werden.

    Schlafmangelbedingte Augenränder können auch durch mangelnde Vorbereitung bedingt sein. Wer das Formelzeichenprogramm nur mal schnell heruntergeladen und installiert hat, muss dann, wenn es eigentlich wie geschmiert laufen soll, erst mal lernen, damit umzugehen. Auch das Erstellen von pdf-Dateien oder das Verwenden der Dokumentvorlage für das Erstellen der Protokolle sollte bekannt und geübt sein und nicht erst beim ersten Protokoll Ausrufe a'la "Oh-Gott!-Was-soll-das-denn-jetzt???" auslösen.
     

  • Ein geringfügiger Overlap mit anderen Veranstaltungen ist in der Regel unkritisch, wenn die dadurch nicht dem Praktikum zur Verfügung stehenden Zeiten in den Randbereichen des Praktikums liegen und also nicht einen Praktikumstag in der Mitte zweiteilen. Ein solcher Tag wäre für das Praktikum so gut wie verloren. Overlaps kann es im Fach Chemie ("Mono") und Biochemie nur dann geben, wenn nicht nach dem empfohlenen Verlaufsplan studiert wird. Lehramtsstudierende können sich einen größeren Overlap "leisten" weil die zur Verfügung stehende Praktikumszeit erheblich höher ist als zur Erledigung der Aufgaben notwendig.