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Organisch-chemische Grundausbildung
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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 18.05.2008 | Links   

 

Umkristallisieren

 

Ausbeute

In einen Dreihalskolben irgendetwas hineintropfen lassen kann jeder. Die Kunst des Experimentierens offenbart sich bei der Aufarbeitung! Die meisten Praktikanten verlieren unnötig viel ihrer Ausbeute beim Umkristallisieren.

Was Sie falsch machen können

  • Kristallisieren Sie nicht "blind" um! Sie sollten stets die Menge der Rohausbeute bestimmen, denn nur dann können Sie ermitteln, ob nach dem Umkristallisieren genügend Ausbeute vorhanden ist oder ob sich ein erheblicher Teil noch in der Mutterlauge befindet.
  • Eine Rohausbeute bestimmen Sie nicht, indem Sie das frisch erhaltene Rohprodukt noch lösemittelfeucht abwiegen, sondern indem Sie zuvor ausgiebig trocknen. Sie müssen nicht zugucken, wie die Kristalle trocken werden und können und sollen deshalb zwischendurch andere Aufgaben erledigen.
  • Wenn Sie versäumt haben, die Rohausbeute zu bestimmen, so können Sie auch hinterher nachsehen, ob die Ausbeute befriedigend ist: Ziehen Sie in einem tarierten Kolben das Lösemittel aus der Mutterlauge ab und bestimmen Sie die Menge des Rückstandes!
Niemand erwartet, dass es immer beim ersten Umkristallisieren die perfekte Ausbeute gibt! Ist die Ausbeute unbefriedigend, kann man aber aus der Mutterlauge durch erneutes Umkristallisieren weitere Produktfraktionen erhalten.