Sie haben eine nur winzige Menge Niederschlag in einer ebenso winzigen Menge Lösemittel und wollen den
Niederschlag abfiltrieren. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie sich über die Brauchbarkeit eines
Lösemittels zum Umkristallisieren nicht sicher sind, und das Ergebnis Ihrer
Vorproben deshalb schnell mal aufarbeiten wollen.
Was Sie brauchen:
2 Pasteurpipetten (mindestens eine davon muss lang sein!)
1 kleines, aber wirklich nur ein ganz kleines Stückchen Watte
1 Pipettenhütchen
Geben Sie zunächst die Watte in eine der Pasteurpipetten und schieben Sie sie
mit der langen Pasteurpipette bis hinunter in die Verengung, wo Sie sie zu
einem Pfropfen festklopfen.
Tragen Sie jetzt mit der langen Pasteurpipette die zu filtrierende Lösung auf!
Falls sich die Mischung schwer filtrieren lässt, können Sie mit ein wenig Druck
nachhelfen, indem Sie auf die Pipette mit der zu filtrierenden Mischung ein Pipettenhütchen
aufsetzen und das Hütchen zusammendrücken.
Das Resultat sollte etwa so aussehen, wie in nebenstehender Abbildung. Zur Isolierung der Substanz
müssen Sie die Pasteurpipette an der mit dem Pfeil markierten Stelle aufschneiden. Zum
Schneiden von Glas gibt es eine eigene Anleitung. Stoßen Sie
danach die Substanz z.B. mit der zweiten Pasteurpipette heraus.