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Organisch-chemische Grundausbildung
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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 21.02.2009 | Links   

 

 

Umfüllen aus übervollen Behältern

Situationsbeispiel

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie verwenden Aceton und Alkohol als Spülflüssigkeit. Das "Spülol" wird in Kanistern gesammelt und soll durch Destillation am Rotationsverdampfer recycelt werden. Das mit dem Sammeln ist ja ganz einfach aber das mit dem Recyceln ... Sie haben ja schließlich Ihre Präparate anzufertigen, ohne die Sie das Praktikum nicht erfolgreich zu Ende bringen können.

Das gleiche denken auch die anderen. Es ist ja auch noch ein bisschen Platz im Kanister. Nur Sie: Sie haben Pech! Die Suppe steht schon im Verschlussgewinde: Nun passt wirklich gar nichts mehr hinein!

Sie gehen also zum Assistenten und fragen nach einem zweiten Sammelkanister. Anstatt einen zweiten Kanister rauszurücken, macht der Assistent Ihnen jedoch Vorhaltungen, Sie würden im Labor ohne Not gefährliche Brandlasten produzieren und verlangt, dass Sie das "Spülol" destillieren. Er hat nicht herumgebrummelt, dass Sie da mit Ihren Kollegen das irgendwie ... - Nein, er hat Ihnen direkt in die Augen gesehen und verlangt, dass Sie das jetzt erledigen sollen - gleich!

Sie ärgern sich ein bisschen und denken aber, na ja, das volle Dings ist ja vielleicht ziemlich schwer, aber das werde ich schon noch hinkriegen.
 

Vorbereitung

Sie bereiten also alles vor, haben sogar den Kolben eingespannt, damit der beim Einfüllen nicht umkippen kann und wollen jetzt zur Tat schreiten. Leider wird diese Tat entsetzlich!
 

Vorbereitung

Aus dem übervollen Ding lässt sich nichts geordnet ausgießen, mindestens die Hälfte läuft am Rand runter und Ihnen über die Handschuhe, es spritzt und stinkt und der Kittel hat es auch schon abgekriegt und wer weiß, ob das Zeug im Kittel rechtzeitig vor dem T-Shirt haltgemacht hat. Sie sind sauer auf den Assistenten und auf dieses ganze Sch... Praktikum und schwören sich, dass Sie niemals wieder wegen so einem Mist zum Assistenten rennen sondern dann eben Ihre Geräte nur dann mit Lösemitteln spülen, wenn der Assistent nicht hinguckt und das gebrauchte "Spülol" dann einfach in den Abfallsammelbehälter schütten, weil man den nicht mehr umfüllen sondern nur noch in die Materialverwaltung bringen muss, wenn er voll ist.

 


War der Assistent nun wirklich fies oder gibt es Möglichkeiten, das besser zu bewerkstelligen?

Es gibt drei Alternativen: