Link: Institut für Chemie und Biochemie
Organisch-chemische Grundausbildung
 FU-Siegel
 Startseite der Organisch-chemischen Grundausbildung  Suche  Kontakt Kontakt
FU-Siegel
T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 18.05.2008 | Links   

 

Trocknen mit einer "Trockenpistole"

 

Zusammenbau und Betrieb

Im nachfolgenden Bild sehen Sie die "Trockenpistole" im zusammengebauten Zustand:
 
Trockenpistole
 
Man erkennt jetzt, woher die Bezeichnung "Trockenpistole" herkommt. Das nächste Bild zeigt die "Trockenpistole" im (simulierten) Betrieb:
 
Trockenpistole
 
Der Heizofen für die Trockenpistole wird etwas schräg eingespannt, so dass der Glaseinsatz nicht herausfallen kann. Dann wird evakuiert, eine Solltemperatur eingestellt und mit dem oben in die Bohrung gesteckten Laborthermometer die Ist-Themperatur gemessen. "Simulierter Betrieb" heißt, dass die Trockenpistole im Bild zu Demonstrationszwecken ohne Berstschutz zu sehen ist. Richtig ist es, wenn Sie die Trockenpistole bei Echtbetrieb hinter einer Abzugscheibe oder - noch besser, hinter den in jedem Labor vorhandenen Explosionsschutzwänden betreiben.

Was Sie falsch machen können

  • Wenn Sie ein vollgestopftes Reagenzglas hineingeben, werden Sie auch bei einer Trockenpistole länger als beabsichtigt warten müssen, bis alles Lösemittel entfernt ist.
  • Wenn Sie zu hoch auffüllen, ragt die zu trocknende Substanz möglicherweise aus dem beheizten Bereich heraus. Die somit kühleren Stellen trocknen langsamer.
  • Wenn Sie zu hoch heizen schmilzt die Substanz auf.
  • Wenn Sie nur kurz evakuieren und dann den Hahn schließen, kann abdampfendes Lösemittel nicht mehr entweichen. Statt Vakuum haben Sie infolge der Beheizung schließlich Überdruck in der Trockenpistole und das hintere Glasstück kann dadurch abgesprengt werden. Bei einer richtigen Schusswaffe nennt man so etwas "Rohrkrepierer". Natürlich gibt es dabei Bruch!
  • Wenn Sie zu schnell belüften, verteilen sich Trockenmittel und Substanz gleichmäßig in der Trockenpistole.