Bild 1: Wenn Sie in Ihrer Grundausstattung eine nagelneue Stativklemme vorfinden, können Sie sich
darüber freuen.
Bild 2: Wenn Sie in Ihrer Grundausstattung eine solche Klemme vorfinden, freuen Sie sich vielleicht nicht.
Diese Klemme ist ziemlich oll und alt und hat schon vieles abbekommen - wegen der schwarzen Verfärbung vielleicht sogar
einen Brand. Dennoch:
Die Klemme ist voll funktionsfähig. Sie hat einen intakten Korkbelag und bewegliche Backen. Mit etwas Wasser und Seife
abgeschrubbt ist sie auch unter hygienischen Aspekten nicht mehr zu beanstanden.
Bild 3: Die Verwendung dieser Klemme ist gefährlich!
Vielleicht gefällt Sie Ihnen auf den ersten Blick etwas besser als die zweite - aber diese hier hat zwei
schwerwiegende Mängel:
Der Korkbelag ist weg! Wenn Sie damit einen Kolben einspannen, knackt Ihnen der Schliff weg. Nicht nur manchmal oder
eventuell sondern mit ziemlicher Sicherheit.
Die Feder müsste eigentlich die bewegliche Backe gegen die Flügelmutter drücken. Das schafft sie aber
nicht, weil die Backe schwergängig ist und klemmt. Wenn Sie mit einer schwergängigen Klemme einen Kolben einspannen
wollen, haben Sie kein Gefühl dafür, wann die Klemme auf Widerstand stößt. Sie werden sie zu fest anziehen
und also auch dadurch den Kolben zerstören.
Den ersten Mangel kann man beheben, indem man einen neuen Korkbelag auf die Klemme klebt. Für eine einzelne Klemme
lohnt das meist nicht, aber es gibt im Praktikum einen Sammeleimer für defekte Klemmen und wenn genug defekte Klemmen
beisammen sind, lohnt auch die Reparatur. Natürlich tauschen wir die alte gegen eine neue Klemme.
Den zweiten Mangel kann man fast immer mit ein paar Tropfen Öl beheben. Wenden Sie sich
an die Praktikumsleitung.
Weigern Sie sich strikt, mit solchen Klemmen zu arbeiten! Sie erzeugen hohe Glasbruchkosten!