Link: Institut für Chemie und Biochemie
Organisch-chemische Grundausbildung
 FU-Siegel
 Startseite der Organisch-chemischen Grundausbildung  Suche  Kontakt Kontakt
FU-Siegel
T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 31.08.2009 | Links   

 

Ausschütteln

 

Keine Phasengrenze sichtbar

Eine Phasengrenze sehen Sie nur dann, wenn sich die Brechungsindices beider Phasen unterscheiden. Theoretisch wäre also auch der Fall denkbar, dass Sie keine Phasengrenze erkennen können, weil die Brechungsindices gleich sind. Praktisch kommt das aber so gut wie nie vor. Freilich gibt es dennoch Fälle, in denen die Brechungsindices ziemlich ähnlich sind und die Phasengrenze deshalb nur schwach sichtbar ist.

Schnell wird auch hier der Ruf nach einem Anfärben der einen Phase laut. Meist geben aber Grundpraktikanten zu schnell auf, die Phasengrenze ohne solche Hilfsmittel zu finden. Was kann man tun?

  • Wenn Sie nicht sicher sind, ob es zwei Phasen gibt oder ob das, was Sie sehen, nicht vielleicht nur irgendeine Lichtbrechung ist, dann schütteln Sie die Mischung noch mal ein kleines bischen - nur gerade so viel, dass die Flüssigkeiten sich ein wenig durchmischen. Gibt es zwei Phasen, so werden Sie Tröpfchen der einen Phase in der anderen Phase schwimmen sehen, die sich alsbald wieder absetzen. Es hat auch keinen Zweck, den eingespannten Scheidetrichter lange anzustarren, wenn Sie nichts erkennen können. Nehmen Sie ihn in die Hand und halten Sie ihn z.B. gegen das Licht oder gucken Sie z.B. von unten. Wenn es eine Phasengrenze gibt, dann gibt es auch eine Blickrichtung, aus der Sie sie erkennen können.
  • Erwarten Sie, dass die untere Phase die wässrige ist, so können Sie durch Salzzugabe die wässrige Phase nicht nur schwerer machen, sondern auch deren Brechungsindex erhöhen. Dadurch wird also nicht nur die Trennung besser, sondern die Phasengrenze wird auch besser zu erkennen sein.