Link: Institut für Chemie und Biochemie
Organisch-chemische Grundausbildung
 FU-Siegel
 Startseite der Organisch-chemischen Grundausbildung  Suche  Kontakt Kontakt
FU-Siegel
T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 18.05.2008 | Links   

 

Rotationsverdampfer

 

Das Dampfdurchführungsrohr bleibt stehen, obwohl der Motor sich dreht

Es sind allein Reibungskräfte, mit denen die Rotation des Motors auf das Dampfdurchführungsrohr übertragen wird. Und es gibt ebenfalls Reibungskräfte, die Drehung des Rohres hemmen, nämlich die Reibung der Dichtung auf der Welle. Sind die antreibenden Reibungskräfte kleiner als die hemmenden Reibungskräfte, bleibt das Rohr stehen. Wenn man will, dass sich das Rohr wieder dreht, muss man die Stärke dieser Kräfte vertauschen. Oft geschieht das beim Evakuieren automatisch, weil dann das Dampfdurchführungsrohr fester in den Motor gesaugt wird. Aber wegen der Unwägbarkeit ist dieser Zustand wenig befriedigend.

  1. Erniedrigung der hemmenden Reibungskraft:
    Versuchen Sie, das Dampfdurchführungsrohr mit der Büchi-Kombiklammer auszupressen. Wenn Ihnen das nicht gelingt, nehmen Sie den Kühler ab. Tragen Sie auf dem Dampfdurchführungsrohr dort etwas Fett auf, wo sich die Dichtung befindet. Bauen Sie den Rotationsverdampfer dann wieder zusammen.
     
  2. Erhöhen der antreibenden Reibungskraft:
    Die Antriebshülse des Motors ist als Normschliff ausgebildet. Das Dampfdurchführungsrohr wird in der Hülse durch den in der folgenden Abbildung sichbaren Drahtclip fixiert:
     
    eingebauter Drahtclip

    Der Drahtclip lässt sich mit einem Schraubendreher heraushebeln. Wenn er gemäß nachfolgender Abbildung etwas nachgebogen wird, wird er das Dampfdurchführungsrohr nach dem Wiedereinbau stärker festhalten.

    eingebauter Drahtclip