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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 18.05.2008 | Links   

 

Rotationsverdampfer

 

Festgefressenes Dampfdurchführungsrohr ausbauen

Es kann sein, dass das Dampfdurchführungsrohr so fest im Motor steckt, dass mit der Büchi-Kombiklammer nichts mehr auszurichten ist. Wild auf die Welle draufloszuklopfen bringt nichts, vielmehr geht dabei die Welle kaputt. Das ist sehr kostspielig!

Wer wissen will, wie man die Welle aus dem Motor bekommt, muss wissen, warum die Welle so fest im Motorblock steckt. Das zeigt die folgende Animation:

Dampfdurchführungsrohr

Bild 1:
So sieht es aus, wenn die Welle in den Motor eingespannt ist.

Bild 2:
Wird der Motor im Betrieb warm, sei es, dass die Dampftemperatur höher ist oder sei es dass im Motor Verlustwärme entsteht, dann dehnen sich alle Materialen bei der Erwärmung aus - das Metall des Motors aber bedeutend stärker als das Glas. Die Öffnung des Motors weitet sich also stäker als das Dampfdurchführungsrohr. Dieses rutscht nun, vom Vakuum angezogen, ein Stückchen weiter in die Öffnung hinein.

Bild 3:
Ist die Arbeit am Rotationsverdampfer beendet und kühlen also alle Materialien wieder ab, so zieht sich das Metall des Motors wiederum stärker zusammen als das Glas und packt dieses deshalb wie eine Zange fest.

Um die Teile trennen zu können, muss man die Zange wieder lösen, was am besten durch erneutes Erwärmen geschieht.

Dampfdurchführungsrohr

Legen Sie den ausgebauten Motor samt Welle in einen Trockenschrank. Heizen Sie nur milde auf etwa 50 °C auf! Nach 30 Minuten lassen sich beide Teile leicht voneinander trennen.