Unternehmen Sie alles, damit Ihre Apparatur beim unbeaufsichtigten Betrieb
nicht über Nacht Schaden erleidet oder Schaden anrichtet. Wichtiges
in Kurzform:
Chemikalien, Krempel - alles was nicht unmittelbar benötigt wird,
gehört herausgeräumt.
Einwandfreie Schläuche benutzen. "Einwandfrei" heisst nicht: "Ja also
im Augenblick funktioniert's ja noch!" sondern nicht rissig oder spröde
sowie stramm auf den Oliven sitzend. Die Schläuche sind an allen
Verbindungen gegen Abrutschen zu sichern. (Draht oder Schelle.)
Keine KPG-Rührer benutzen (können festfressen), keine Wasserbäder
benutzen (können leer kochen), nur mit Bädern erwärmen (Heizpilze
können Spannungen erzeugen.)
Apparatur beobachten, bis konstante Betriebsparameter erreicht sind, z.B.
Gleichmäßiges Sieden, konstanter Kühlwasserstrom. Gehen Sie
davon aus, dass das Kühlwasser in der ersten Zeit immer nachgeregelt
werden muss!
2 Exemplare des Vordrucks ausfüllen und 1
Exemplar an der Apparatur
und das zweite außen an der Labortür anbringen. Dem Saalassistenten
die Apparatur bei laufendem Betrieb vorführen.
Entnehmen Sie detaillierte Angaben zur Nachtlabornutzung dem
Sicherheitsskript.
Kein gestelltes Foto!
Am Abend war der Schlauch noch dicht,
am nächsten Morgen nicht mehr!
Es scheint so eine Art Naturgesetz zu sein, dass das Wasser nicht etwa
seinen Weg in den Ausguss nimmt sondern vielmehr im Regelfall den Weg nach
draußen auf den Fußboden findet. Überschwemmungen, auch der
angrenzenden Räume mit entsprächenden Schäden an der
Bausubstanz sind die Folge. Der gelbe Pfeil markiert den Wasserkante.
Davor ist der Fußboden noch trocken, dahinter steht alles unter Wasser.