|
|
![]() |
![]() |
|||||||||
|
|
|||||||||||
![]() Alle Inhalte und Materialien sind unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert. Copyright-Ergänzungen
|
DruckgasflaschenFunktion der VentileNachfolgend sehen Sie links ein angeflanschtes Druckminderventil und rechts ein einfaches Entnahmeventil. Identische Stellelemente sind gleich beschriftet.
Hauptventil (1)
Reduzierventil (2)Das Reduzierventil sorgt dafür, dass entnahmeseitig nicht der volle Flascheninnendruck, sondern nur ein verminderter Arbeitsdruck zur Verfügung steht. Das Verhalten des Reduzierventils beim Gebrauch versteht man am besten, wenn man sein Innenleben kennt:
Das Ventil wird zunächst durch den Innendruck der Druckgasflasche und mit Unterstützung durch die (schwache) obere Feder in die geschlossene Position gedrückt. Dreht man den Bolzen hinein, wird eine kräftige Feder von unten gegen die Membran gedrückt, die - der Kraft ausweichend - wiederum das Ventil aufdrückt, wenn der Federdruck den Innendruck der Druckgasflasche überwunden hat. Der Regelvorgang besteht darin, dass das nun durch das Ventil strömende Gas auch jenseits des Ventils einen Druck aufbaut, der die Membran wieder nach unten drückt und dadurch das Ventil schließt. Je kräftiger die Membran nach oben gedrückt wird, umso kräftiger muss dieser sekundärseitige Gegendruck sein, um das Ventil abzuregeln. Folgende Dinge leiten sich daraus für den Umgang ab:
Das rechte Manometer zeigt den sekundärseitigen, also den Entnahmedruck an. Entnahmeventil (3)Das Entnahmeventil öffnet ganz normal bei Linksdrehung und schließt bei Rechtsdrehung. Es handelt sich um ein Nadelventil. Das bedeutet, dass es neben einer grundsätzlichen "AN/AUS"-Funktion auch die Feinregulierung des Gasstroms erlaubt. Das Entnahmeventil dient zur Regulierung der entnommenen Gasmenge, nicht aber des Gasdrucks. Es ist aber normal, dass der mit dem Reduzierventil (2) eingestellte Druck etwas abfällt, wenn Gas entnommen wird. Das ändert nichts an dem Umstand, dass der Entnahmedruck wieder auf den eingestellten Wert ansteigt, wenn das entnommene Gas - zum Beispiel durch eine blockierte Apparatur (!) nicht entweichen kann.
Zerlegtes einfaches EntnahmeventilFür 'Alles-verstehen-woller' nachfolgend die Abbildung eines zerlegten einfachen Entnahmeventils:
Es handelt sich um ein Ventil für Chlor oder Chlorwasserstoffgas, welches also besonders korrosionsfest sein muss. Die markierte Dichtung aus einem Metallblättchen trennt den Stellmechanismus von dem rot markierten Bereich, der dem Gas ausgesetzt ist. Durch das Drehen am Stellrad wird der Stößel vor oder zurück bewegt und drückt dabei mehr oder weniger gegen die Dichtungsscheibe. Auf der anderen Seite wird die "Nadel" mit Federkraft gegen die Dichtung gedrückt. Die Ausschnittvergrößerung zeigt, dass die "Nadel" eigentlich gar nicht wie eine Nadel aussieht, sondern aus einem kunstvoll gefertigten Stift besteht. in der Großaufnahme können Sie aber gut nachvollziehen, dass dieser Stift den Gasdurchsatz freigibt, wenn er in Pfeilrichtung aus einer schwarz angedeuteten Bohrung herausbewegt wird. Beachten Sie insbesondere die angeschrägte Spitze, die natürlich bewirkt, dass der Gasstrom sich fein dosierbar immer weiter verstärkt, je weiter der Stift aus der Bohrung herausgedrückt wird.
|