Sie haben eine Substanz aufgereinigt und wollen jetzt wissen, ob sie rein ist oder noch Verunreinigungen enthält.
Fertigen Sie ein Dünnschichtchromatogramm an und Sie wissen Bescheid.
Sie sollen in Ihrer Reaktion "frisch destillierten Benzaldehyd" einsetzen. Sie finden eine Flasche, auf der steht
"Benzaldehyd destilliert" - allerdings ein ziemlich altes Datum und die Flasche ist auch schon ziemlich leer. Taugt der
Inhalt noch oder taugt er nicht mehr?
Fertigen Sie ein Dünnschichtchromatogramm an und Sie wissen Bescheid.
Sie und Ihr Nachbar führen die gleiche Reaktion durch. Bei Ihrem Nachbarn sieht es eher ein bisschen braun aus und bei
Ihnen sieht es eher ein bisschen grün aus, obwohl Sie es beide genau gleich gemacht haben. Ist jetzt einer der beiden
Ansätze schief gelaufen?
Nicht immer ist es für eine Reaktion essentiell, dass eine bestimmte Färbung auftreten oder ausbleiben muss.
Oft ist es ganz normal, dass Nebenreaktionen schnell zu unterschiedlichen Farben führen. Bei Unsicherheit hilft ein
Dünnschichtchromatogramm der Reaktionsmischung.
Sie sollen eine Substanz umkristallisieren, aber Sie erhalten hartnäckig nur ein Öl.
Wenn Sie einen
niedrigen Schmelzpunkt als Ursache ausschließen können sollten Sie ein
Dünnschichtchromatogramm anfertigen. Zeigt Ihnen das Dünnschichtchromatogramm, dass viele Komponenten enthalten sind,
sollten Sie vielleicht lieber erst eine Auftrennung der Komponenten, z.B. durch eine
Säulenchromatographie in Betracht ziehen.
Die Praktikumszeit hat für die Durchführung einer Reaktion nicht ganz ausgereicht. Sie sind unsicher,
ob die gewünschte Reaktion jetzt schon vollständig abgelaufen ist.
Fertigen Sie ein Dünnschichtchromatogramm der Reaktionsmischung an und kontrollieren Sie auf Vorhandensein des
Edukts.
Sie sollen ein Produktgemisch durch
Säulenchromatographie trennen, haben aber keine Vorstellung davon, welches
Laufmittel geeignet wäre.
Fertigen Sie ein Dünnschichtchromatogramm des Gemisches an. Das ermittelte Laufverhalten der Komponenten lässt sich
auf das säulenchromatographische Trennproblem übertragen.
Sie haben von einer Substanz ein NMR-Spektrum aufnehmen lassen, sehen auf dem Spektrum aber einen ziemlichen
"Bandensalat", mit dem Sie überhaupt nicht gerechnet haben.
Tja, jetzt ist es zu spät. Sie haben die NMR-Abteilung des Hauses umsonst arbeiten lassen. Von einer Substanz,
die sich im Dünnschichtchromatogramm als Gemenge entpuppt ist es fast immer unsinng, ein NMR-Spektrum aufnehmen zu
wollen.
Sie sehen: Für alle Fragen, die Zusammensetzung oder Reinheit einer Substanz oder einer Lösung betreffen, gibt
das Dünnschichtchromatogramm die benötigten Antworten. Es muss Ihnen in Fleisch und Blut übergehen, durch die
Anfertigung eines Dünnschichtchromatogramms in eine Substanz "hineinsehen" zu können. Wir stellen Ihnen im Praktikum
alle benötigten Materialien bereit, weshalb sie - genauso souverän wie ein Mitarbeiter an
seinem Arbeitsplatz auch - für Routine-DC's innerhalb von 15 Minuten Aufschluss über Ihr Problem erhalten können. Die
Dünnschichtchromatographie ist eine sehr schnelle Methode. Wenn Sie länger brauchen, machen Sie etwas falsch!
Nur dann, wenn längere Laufstrecken oder Mehrfachentwicklungen erforderlich sind, ist der Zeitbedarf
höher.
Dünnschichtchromatogramme können von allen Substanzen angefertigt werden, die keinen nennenswerten Dampfdruck haben, also nicht
oder kaum flüchtig sind. In erster Linie sind das Feststoffe. Aber auch von öligen Flüssigkeiten können
Dünnschichtchromatogramme angefertigt werden. Bei leichter flüchtigen Substanzen kann man statt eines
Dünnschichtchromatogramms ein Gaschromatogramm anfertigen.