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Dünnschichtchromatographie
Mit einer 20 x 20 cm Dünnschichtkarte können bereits Substanzmengen getrennt werden, die zur spektroskopischen Struktursicherung ausreichen. Auf diese Weise kann man z.B. neue Reaktionen sehr schnell daraufhin untersuchen, ob sie die gewünschten Ergebnisse liefern. Zu diesem Zweck gibt es auch Platten mit dickeren Beschichtungen, die eine weitere Steigerung der auftrennbaren Substanzmenge ermöglichen. Bei einer 2 mm starken Beschichtung spricht man von einer präparativen Dickschichtchromatographie. Die Menge, die damit aufgetrennt werden kann, liegt im Bereich von etwa 50 mg.
Bei der präparativen Chromatografie kann man keine Flecken mehr auftragen, sondern muss eine Start-Linie produzieren. Sie brauchen dazu:
Das Auftragen verlangt viel Übung. Die Pasteurpipette muss eine ausreichend feine Spitze haben, Sie dürfen die Lösung nicht zu rasch herausdrücken, aber auch wiederum schnell genug, dass die Lösung in einem kontinuierlichen Strahl und nicht tröpfchenweise aus der Pipette läuft. An den Endpunkten der DC-Karte müssen Sie die Bewegungsrichtung abrupt genau umkehren. Auf dem folgenden Bild sehen Sie dass das auf der abgebildeten DC-Karte vor allem auf der linken Seite nicht geklappt hat und die Linie deshalb dort deutlich verbreitert ist.
Überhaupt sehen Sie, dass durch das mehrfache Hin- und Herfahren die aufgetragene Linie längst nicht so fein wie ein einzelner Substanzfleck ist und das durch das Breitlaufen der Linie insbesondere schon Chromatographievorgänge stattgefunden haben, die unerwünscht sind, weil sie auch in der verkehrten Richtung - nämlich abwärts - stattgefunden haben. Sie werden also möglicherweise nicht ganz die Trennleistung eines analytischen Chromatogramms erreichen, kompensieren dies jedoch durch die längere Laufstrecke (knapp 20 cm!). Bei einer Dickschichtkarte kann man die Startlinie auch etwas einritzen, statt sie mit dem Bleistift zu markieren. In die so entstandene Rille kann man die Substanz besser auftragen. Die DC-Platte wird anschließend in einer speziellen DC-Kammer (Materialverwaltung) entwickelt. Wegen der längeren Laufstrecke kann die Entwicklung des Chromatogramms auch schon mal 60 Minuten und länger dauern. Bei der Chromatographie entstehen keine Flecken sondern Substanzbäner. Sind diese nur unter UV-Licht sichtbar, werden die Bänder unter dem UV-Licht mit einem weichen Bleistift markiert. Im nachfolgenden Bild ist die zu isolierende Hauptsubstanz farbig:
Zur Isolierung der Substanzen schabt man - meist von der Startlinie aus beginnend - mit einer Rasierklinge Schicht um Schicht von der Platte. Auf dem Bild wird gerade die Hauptkomponente abgeschabt. Wie auch alle anderen Komponenten liegt diese am Kieselgel adsorbiert vor, weshalb das isolierte Kieselgel-/Substanzgemisch in eine Fritte gegeben und mit Lösemittel ausgelaugt wird. Jetzt muss nur noch das Lösemittel abgedampft werden und dann können von den isolierten Komponenten schon Spektren angefertigt werden...
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