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Organisch-chemische Grundausbildung
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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 24.07.2008 | Links   

 

Dünnschichtchromatographie

 

DC-Karten

Für die unterschiedlichen Trennprobleme gibt es DC-Karten mit unterschiedlichen Adsorbentien. Am häufigsten wird Kieselgel verwendet. Daneben sind aber auch DC-Karten erhältlich, die z.B. mit Aluminiumoxid oder Cellulose beschichtet sind. Da Cellulose eine optisch aktive Substanz ist, sind damit dem Grunde nach auch Trennungen von Enantiomeren möglich.

Für die analytische Chromatographie werden im allgemeinen entsprechend beschichtete Aluminiumplatten verwendet, die sich leicht zuschneiden lassen:
 

DC-Karte zuschneiden

Das Zuschneiden mit der Schere reicht "für den Hausgebrauch", wenn Sie sorgfältig darauf achten, die Kieselgelschicht so wenig wie möglich zu verletzen. Bröselt die Schicht am Rand ab, gibt es auch Stellen, wo sich die Kieselgelschicht etwas vom Trägermaterial abgehoben hat. in dem entstandenen schmalen Spalt kriecht das Laufmittel schnell hoch und chromatographiert von dort quer über die Platte. Sie bekommen auf diese Art und Weise ein verzerrtes Chromatogramm. Saubere Schnitte bekommt man mit einem Cutter-Messer, allerdings kann man sich beim Arbeiten mit dem Messer schnell verletzen. Nehman Sie also getrost die Schere und wenn Sie Abplatzungen an der Schnittkante feststellen, können Sie das einfach "retten", in dem Sie mit einer Rasierklinge, notfalls auch mit dem Spatel einen schmalen Streifen Kieselgel von der Kante abschaben:
 

DC-Karte: Kante abschaben

Neben Aluminiumfolien kommen auch Glasplatten als Trägermaterial zum Einsatz. Diese sind insbesondere für kleine präparative Trennungen geeignet, indem man die zu trennende Substanz nicht als Startpunkt, sondern als Startlinie aufträgt und die nach dem Entwickeln des Chromatogramms erhaltenen "Substanzbänder" mit einer Rasierklinge von der Glasplatte abschabt. Auf diese Weise können leicht und schnell Substanzmengen isoliert werden, die z.B. zur Aufnahme eines NMR-Spektrums ausreichen.

DC-Karten gibt es mit und ohne Fluoreszenzindikator. Ohne Fluoreszenzindikator funktioniert der Nachweis von Substanzen durch Fluoreszenzlöschung beim Bestrahlen mit 254 nm Wellenlänge nicht! Deshalb ist die Verwendung von DC-Karten mit Indikator der Regelfall, so lange der Indikator mit den zu trennenden Gemischen keine Reaktionen, z.B. durch Komplexbindung eingeht. DC-Karten der Firma Merck, die den Fluoreszenzindikator enthalten, erkennt man an der Bezeichnung "F254":
 

Etikett

Man kann es ahnen, welche Art von DC-Karten im Praktikum verwendet werden: Kieselgel mit Fluoreszenzindikator auf Aluminiumplatten - so wie es auf dem abgebildeten Etikett auch zu lesen ist.