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Organisch-chemische Grundausbildung
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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 18.05.2008 | Links   

 

Bedienung des Pumpstandes mit Vacuumcontroller

Theorie Praxis
Vorteile des Pumpstandes mit Vakuumcontroller Einschalten Manuelle Einstellung
Funktionsprinzip des Controllers Automatische Einstellung Wie geht man bei der Bedienung vor?
Wie funktioniert die Membranpumpe? Maximale Pumpleistung Kann man etwas kaputt machen?
Fehler und Ursachen
Kein Vakuum Mangelhaftes Endvakuum
Ungleichmäßiges Destillieren Unerwartetes Anzeigeverhalten
Gerüche Unerwartete Geräusche
Unerwartetes Evakuieren

 

 

Kein Vakuum

Der Controller ist eingeschaltet, aber die Pumpe brummt nicht.

 

Pumpe einschalten.
Die Pumpe brummt, aber der Controller ist "tot".

 

Controller einschalten.
Pumpe und Controller sind eingeschaltet, aber trotzdem ist alles "tot".

 

Schalten Sie den Pumpstand zentral am Schalter der rückwärtigen Steckdosenleiste ein. In der Regel wird damit auch der Rotationsverdampfer mit eingeschaltet.

Belassen Sie Pumpe und Controller im eingeschalteten Zustand und schalten Sie den Netzstrom grundsätzlich nur mit dem Steckdosenschalter ein und aus.

 

 

Mangelhaftes Endvakuum

 

Das Endvakuum ist größer als 50 mbar
 
Es gibt viele Ursachen. Gehen Sie wie folgt vor:
Lokalisieren Sie die Stelle durch Abklemmen der Zuleitung zum Rezipienten (Rotationsverdampfer).
Wird das Vakuum besser? Dann ist der Rezipient undicht. Ändert sich der Druck nicht oder nur wenig, so liegt die Ursache im Pumpstand. Hier werden im Folgenden nur Fehler behandelt, die auf den Pumpstand zurückzuführen sind.

 
Kontrollieren Sie die Schlauchverbindungen!
Rissig gewordene Vakuumschläuche zählen zu den häufigsten Ursachen von Undichtigkeiten. Sie müssen ausgetauscht werden. Umwickeln mit Tesa- oder Para-Film hilft nicht! Sehr kleine Lecks kann man mit Glycerin (ausstehende Tropfflasche) abdichten.
Kontrollieren Sie den Pumpstand!
Nehmen Sie ein Stück fehlerfreien Vakuumschlauch und stellen Sie damit eine direkte Verbindung zwischen dem Ansaugstutzen der Pumpe und dem Controller her und schalten Sie auf Dauerpumpen. Ist das Vakuum weiterhin unbefriedigend, so liegt die Ursache wahrscheinlich im Pumpstand selbst. Er muss zur Reparatur in die Elektrowerkstatt. Zögern Sie nicht, Ihren Assistenten zu verständigen! Das Praktikum verfügt zu diesem Zweck über Reservepumpstände, um einen reibungslosen Fortgang des Praktikumsbetriebes zu gewährleisten.

 

 

Unerwartetes Evakuieren

 

Der Rezipient (Rotationsverdampfer) wird bereits evakuiert, obwohl der Controller noch gar nicht gestartet wurde und auch sonstkeinerlei Einstellungen vorgenommen worden sind.  Das Ventil ist verschmutzt und schließt deshalb nicht mehr richtig. Auch in der geschlossenen Stellung hat deshalb die Pumpe eine Verbindung zum Rezipienten.

Zur Abhilfe muss das Ventil gereinigt werden. Natürlich könnte man auch diesen Vorgang hier beschreiben. Dennoch kann man dabei schwerwiegende Fehler machen. Insbesondere dürfen zur Reinigung keine scharfen oder schabende Geräte (Spatel, Schraubendreher etc.) verwendet werden. Bevor Sie das selbst erledigen, lassen Sie sich deshalb beim ersten Mal von Ihrem Assistenten einweisen. Richtig durchgeführt ist das nur ein 2-Minutenproblem.

 

 

Unerwartete Geräusche

 

Es klackt schnell hintereinander.
  • Das Druckregelintervall ist zu klein. Stellen Sie das Regelintervall auf 10 mbar ein. Beachten Sie dazu die Unterschiede zwischen manuellem und automatischem Betrieb.
  • Es gibt ein Leck im System, wodurch zu häufig abgepumpt werden muss.

Das Klacken ist das Pumpenventil. Sie sollten bitte dringend etwas gegen das Problem unternehmen, weil das Ventil nur eine begrenzte Anzahl an Schaltvorgängen aushält und der Ersatz sehr teuer ist.

 

Es gibt laute Knattergeräusche  Die Abluftleitung der Pumpe ist verstopft, weshalb die Überdrucksicherung des Pumpstandes anspricht. Diese besteht aus einer Siliconmanschette, welche eine Öffnung im Kühler des Pumpstandes elastisch verschließt. Das Knattergeräusch kommt von der Siliconmanschette.
  • Schalten Sie die Pumpe sofort aus und beseitigen Sie die Verstopfung. (Meist eine Knickstelle im Schlauch.)

 

 

Ungleichmäßiges Destillieren

 

Zu große Druckregelschwankungen
  • Der Rezipient ist zu klein. Vergrößern Sie das Volumen des Rezipienten gemäß Beschreibung oder verengen Sie die Ansaugquerschnitte.
  • Das Druckregelintervall ist zu groß. Stellen Sie das Regelintervall auf 10 mbar ein. Beachten Sie dazu die Unterschiede zwischen manuellem und automatischem Betrieb.

 

 

Unerwartetes Anzeigeverhalten

 

Das Display blinkt.  Der Controller befindet sich im Automatikmodus und hat ein Destillationsende "erkannt" und die Druckregelung beendet. Das Display zeigt den tatsächlichen Ist-Druck an.

Ist das Destillationsende tatsächlich erreicht, so ist nichts weiter zu veranlassen. Soll die Druckregelung dagegen wieder aufgenommen werden, dann noch einmal die  -Taste drücken.

 

 

Gerüche

 

Es stinkt sehr plötzlich und heftig

 

Die Überdruckmanschette ist verschlissen.

Die Manschette besteht aus Silicon, welches den vorbeiströmenden Lösungsmitteln nicht unbegrenzt wiedersteht. Im nebenstehenden Bild sehen Sie einen kreisrunden hellen Fleck auf der Manschette. (Pfeil) In diesem Bereich hat sich das Silicon bereits zersetzt und es dauert in diesem Zustand nicht mehr lange, bis die Manschette einreißt. Die Manschette muss dann ausgetauscht werden. Dies erledigt Ihr Assistent für Sie.

 

 Im nebenstehenden Bild sehen Sie das Überdruckventil im zerlegten Zustand. Deutlich ist das Loch im Kühler zu erkennen, welches von der Manschette elastisch verschlossen wird. (Pfeil)