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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 18.05.2008 | Links   

 

Bedienung des Pumpstandes mit Vacuumcontroller

Theorie Praxis
Vorteile des Pumpstandes mit Vakuumcontroller Einschalten Manuelle Einstellung
Funktionsprinzip des Controllers Automatische Einstellung Wie geht man bei der Bedienung vor?
Wie funktioniert die Membranpumpe? Maximale Pumpleistung Kann man etwas kaputt machen?
Fehler und Ursachen

 

Zum Einschalten des manuellen Modus drücken Sie die  -Taste, bis die kleine grüne Signallampe in der linken oberen Ecke des Tastenfeldes ausgegangen ist.

Eine manuelle Druckvorwahl erfolgt immer durch Einstellung des unteren Grenzwertes p1! Wird der Druck p1 verändert, so wird der obere Grenzwert p2 immer parallel nachgeführt.

Bitte beachten Sie, dass die obere der beiden Pfeiltasten zur Einstellung des Druckes p1 eine Doppelfunktion hat: Sie dient auch zum Belüften des Systems und damit dem Aufheben jeglichen Unterdrucks (VENT=Öffnung). Die Funktion der oberen Pfeiltaste hängt von der Display-Anzeige ab: Zeigt das Display gerade den aktuellen Druck, so wird belüftet. Zeigt es dagegen den Solldruck p1, so wird dieser zu höheren Werten verschoben. Das Umschalten der Display-Anzeige geschieht automatisch, wenn Sie die untere Pfeiltaste betätigen. Es wird dann für kurze Zeit der Sollwert p1 angezeigt. Danach springt die Display-Anzeige selbsttätig wieder zurück zur Anzeige des derzeitigen Ist-Druckes.

 

  • Wollen Sie also den Sollwert erniedrigen, So betätigen Sie einfach die untere Pfeiltaste, bis das Display den gewünschten Wert anzeigt.
  • Wollen Sie dagegen den Sollwert erhöhen, so drücken Sie zuerst trotzdem zuerst die untere Pfeiltaste, um die Sollwert-Anzeige ins Display zu bekommen und betätigen dann sogleich die obere Display-Taste um den Sollwert wie gewünscht nach oben zu verstellen.

Der Sollwert p1 kann jeder Zeit während des laufenden Betriebes verändert werden. Ist das System bereits evakuiert, müssen Sie besonders darauf achten, dass Sie die Doppelfunktion der oberen Pfeiltaste sicher beherrschen, weil Sie sonst die falsche Aktion auslösen!

 

Mit den beiden rechten Pfeiltaste wird der obere Grenzwert p2 eingestellt.  Genau genommen stellen Sie nur den Abstand zum unteren Grenzwert p1 ein, obwohl sie einen absoluten Druckwert einstellen müssen. Der obere Grenzwert p2 wird bei Änderung von p1 automatisch nachgeführt. Um einen sinnvollen Wert eingeben zu können, müssen Sie erst einmal den unteren Sollwert kennen. Bevor Sie also am oberen Grenzwert p2 etwas verstellen, rufen Sie also zuerst einmal durch Drücken der unteren Pfeiltaste für den Druck p1 diesen Wert ins Display.

In der Regel ist ein Druckregelintervall von 10 mbar gut geeignet. Lesen Sie also den unteren Grenzwert p1 ab, rechnen Sie 10 mbar hinzu und stellen Sie diesen Wert mit den Pfeiltasten für den oberen Grenzwert p2 ein. Die Bedienung ist hier einfacher, weil es für diese Tasten keine Doppelfunktion gibt. Beachten Sie aber die geänderte Anzeige, wenn Sie in den Automatik-Modus wechseln.

 

Rechnen Sie damit, dass vor Ihnen Unkundige mit dem Pumpstand gearbeitet haben. Im Computer-Click-Zeitalter wird gerne hemmungslos auf irgendwelche Tasten gedrückt, bis etwas "irgendwie" zu funktionieren scheint. Häufig ist für p2 ein viel zu großer Abstand zu p1 von einigen hundert mbar eingestellt. Die Folge sind riesige Regelschwingungen. Machen Sie sich anhand des Funktionsprinzips deutlich, dass der Controller bis zum Erreichen des unteren Grenzwertes evakuiert und das Evakuieren erst dann wieder neu startet, wenn der obere Grenzweert überschritten wird. Ist z.B. für p1 ein Wert von 50 mbar und für p2 ein Wert von 350 mbar eingestellt, so pendelt das System beständig zwischen diesen beiden Drücken hin und her. Die Folge: Mal destilliert etwas prima oder vielleicht gar schon zu schnell, den nächsten Augenblick passiert wieder gar nichts.

Bitte Vermeiden Sie andererseits auch zu kleine Druckregelintervalle: Das Ventil wird dadurch ständigen Belastungen durch die Schaltvorgänge ausgesetzt und verschleißt dadurch schneller.