Der Rezipient (= evakuiertes Gefäß
oder Gerät, in diesem Fall ist das i.d.R. ein Rotationsverdampfer)
wird nach dem Betätigen der
-Taste
so lange evakuiert, bis ein
vorgegebener unterer Grenzwert unterschritten ist. Bei Unterschreitung des
Grenzwertes wird die Pumpe durch ein Ventil vom Rezipienten getrennt. Steigt
der Druck, z.B. durch kleine Undichtigkeiten allmählich wieder an und
wird ein oberer Grenzwert überschritten, so öffnet das Ventil wieder
und der Rezipient wird erneut bis zum Erreichen des unteren Grenzwertes
evakuiert. Der Controller kann also das Vakuum nur innerhalb eines vorgegebenen
Bereichs konstant halten, d.h. gewisse Regelschwingungen im System
sind systembedingt unvermeidlich. Üblicherweise wird ein Bereich von
ca. 10 mbar eingestellt, innerhalb dessen der Druck "konstant" eingeregelt
wird. Da es bei der Einstellung des Regelintervalls vom jeweiligen Betriebsmodus
abhängige Unterschiede gibt, wird diese Einstellung für
manuellen und
automatischen Betrieb getrennt
beschrieben. Der Druck wird standardmäßig alle 2 Sekunden vom
Controller gemessen. Bei sehr kleinen Rezipienten kann es sein, dass das
System so schnell evakuiert wird, dass der untere Grenzwert beträchtlich
unterschritten wird, bevor das Ventil die Pumpe vom Rezipienten trennt. Zur
Abhilfe muss man die Pumpenleistung verringern, was man entweder durch
Querschnittsverengung der Zuleitungen oder durch künstliche
Vergrößerung des Rezipienten erreichen kann, indem z.B. ein
großer leerer Kolben über ein T-Stück mit angeschlossen und
evakuiert wird. Den Schaltzustand des Ventils kann man an der Controllampe
auf der Frontplatte des Controllers erkennen.
Das Manometer ist der besseren Veranschaulichung halber hier als
Zeigerinstrument dargestellt. Tatsächlich verfügt der Controller
über eine digitale Druckanzeige.
Das ist das Ventil, welches den Schaltvorgang übernimmt. Es klackt
vernehmlich beim Schalten. Sie sollten auf dieses Geräusch achten, denn
es zeigt Ihnen, ob der Controller richtig arbeitet.
Zwischenzeitlich sind neue Generationen von geregelten Pumpständen auf den Markt
gekommen, bei denen die Pumpleistung kontinuierlich bis auf "Null" heruntergeregelt
und damit dem aktuellen Bedarf angepasst werden kann, ohne
dass Schaltvorgänge durch ein Ventil notwendig sind. Weniger Verschleißteile,
geringerer Stromverbrauch und bessere Druckkonstanz sind die Vorteile.