Über ein Pleul wird eine Membran in Schwingungen versetzt. Gase
im Hohlraum des Kopfdeckels werden dabei je nach aktueller Schwingungsrichtung
entweder angesaugt oder ausgestoßen. Das Funktionsprinzip entspricht
dem eines Kompressors. Membran und Ventilscheiben bestehen aus einem extrem
chemikalienresistenten und trotzdem reißfesten und elastischen Material.
Die Membranpumpen des Praktikums sind 2-stufig. Im Video links sehen Sie
die linke Seite der Pumpe. Rechts gibt es die gleiche Konstruktion ein zweites
Mal. Dort werden die Gase zuerst angesaugt, dann über ein Querrohr zur
zweiten Stufe geleitet und dort auf Atmosphärendruck komprimiert. Die
Schwingungsbewegungen des Pleuls müssen Sie sich viel schneller vorstellen,
als dies in dem Video dargestellt ist. Das ist die Ursache dafür, dass
die Pumpe zu Vibrationen neigt.
Im Nebenstehenden Bild ist die rechte Deckelplatte einer Pumpe abgeschraubt.
Deutlich sind im Kopfdeckel eine nierenförmige Bohrung, durch die das
Gas angesaugt wird und eine runde Bohrung, durch die das Gas ausgestoßen
wird, zu sehen.
Hier sehen Sie die Rückseite des Kopfdeckels mit den beiden Ventilen.
Die beiden Ventilscheiben befinden sich normalerweise in der Mitte über
den beiden Bohrungen. Die untere Ventilscheibe verschließt dabei die
runde Bohrung, wenn der Gasstrom vom Betrachter wegströmt. Die obere
Ventilscheibe lässt Gase jedoch in dieser Strömungsrichtung durch.
Auf dem Gegenstück, der Deckelplatte, befindet sich an dieser Stelle
eine zentrische Bohrung, weshalb das Ventil bei entgegengesetzter
Strömungsrichtung schließt. Machen Sie sich das am besten noch
einmal beim Betrachten des Videos klar.