| Die Ersthelfer werden angewiesen, vor dem Labor abzuwarten, bis etwas
außergewöhnliches passiert. Plötzlich ertönt von innen
ein gellender Schrei. Im Labor krümmt sich eine Praktikantin vor Schreck
und Schmerz. Mit der linken Hand umklammert sie krampfhaft die Rechte am
Handgelenk. In der Rechten scheint etwas zu stecken. Das "etwas" ist ein
mit so großer Gewalt in die Hand gerammter Glasrohrsplitter, dass dieser
auf der anderen Seite der Hand sogar wieder ausgetreten ist. Nur zitternd
und wiederstrebend läßt die Praktikantin die Hand in Augenschein
nehmen. Es blutet im Augenblick nur mäßig, aber die Praktikantin
ist völlig verängstigt und sieht extrem blass aus. Der Atem ist
stoßweise und die Beine werden schwach.
Also Schocklage und einfühlsames Zureden. Notarzt verständigen.
Auch wenn die Verletzung dramatisch aussieht, sie kann wegen der nur schwachen
Blutung auch gut erst die paar Minuten später vom Notarzt versorgt werden.
Andernfalls hätten die Ersthelfer den Arm hochhalten und ev. sogar die
Arterie in der Muskellücke auf der Oberarminnenfläche abdrücken
müssen. (Ein Druckverband wäre wegen des Glastückes
natürlich nicht möglich gewesen.) Keinesfalls darf das Glasstück
aus der Wunde herausgezogen werden.
Weil die Verletzte fröstelt, wird schnell noch eine Folie besorgt, mit
der der Körper zugedeckt wird. Weitere ständige Zusprache bis zum
Eintreffen des zur Unfallstelle eingewiesenen Notarztes ist wichtig. |
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