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Letzte Aktualisierung: 06.11.2000

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Schnittverletzung

Die Ersthelfer werden angewiesen, vor dem Labor abzuwarten, bis etwas außergewöhnliches passiert. Plötzlich ertönt von innen ein gellender Schrei. Im Labor krümmt sich eine Praktikantin vor Schreck und Schmerz. Mit der linken Hand umklammert sie krampfhaft die Rechte am Handgelenk. In der Rechten scheint etwas zu stecken. Das "etwas" ist ein mit so großer Gewalt in die Hand gerammter Glasrohrsplitter, dass dieser auf der anderen Seite der Hand sogar wieder ausgetreten ist. Nur zitternd und wiederstrebend läßt die Praktikantin die Hand in Augenschein nehmen. Es blutet im Augenblick nur mäßig, aber die Praktikantin ist völlig verängstigt und sieht extrem blass aus. Der Atem ist stoßweise und die Beine werden schwach.

Also Schocklage und einfühlsames Zureden. Notarzt verständigen. Auch wenn die Verletzung dramatisch aussieht, sie kann wegen der nur schwachen Blutung auch gut erst die paar Minuten später vom Notarzt versorgt werden. Andernfalls hätten die Ersthelfer den Arm hochhalten und ev. sogar die Arterie in der Muskellücke auf der Oberarminnenfläche abdrücken müssen. (Ein Druckverband wäre wegen des Glastückes natürlich nicht möglich gewesen.) Keinesfalls darf das Glasstück aus der Wunde herausgezogen werden.

Weil die Verletzte fröstelt, wird schnell noch eine Folie besorgt, mit der der Körper zugedeckt wird. Weitere ständige Zusprache bis zum Eintreffen des zur Unfallstelle eingewiesenen Notarztes ist wichtig.

    


Materialien

  • 1 teilweise aufgebaute Appartur
    (Realistisch ist z.B. eine Gaseinleitungsapparatur, bei der gerade versucht wurde, ein Gaseinleitungsrohr durch einen durchbohrten Gummistopfen zu bekommen.)
  • 1 durchbohrter Gummistopfen, in dem ein abgebrochenes Stück Glasrohr steckt.
  • Abgeschnittene Enden des Spritzrohres einer Spritzflasche
    (Zur Simulation des Glasrohres in der Hand. Echtes Glas wäre für die Mimin zu gefährlich gewesen. Die Präparation der Glasrohre ist eine komplizierte Maskenbildnerarbeit, bei der die Rohrstückchen auf eine Platte geklebt werden, die dann wiederum auf der Hand befestigt wird.)
  • Schminke
  • Filmblut
  • 1 Decke
    (Es wäre sonst unerträglich für die Mimin, den ganzen Tag auf dem kalten Boden zu liegen)