|
|
|
 |
Welche Abinote brauche ich, um in die Uni reinzukommen und welche Studienabschlussnote
brauche ich, um mich mit dem Studium erfolgreich bewerben zu können? |
 |
Wie ist der "NC" im Chemiestudium?
Die Frage ist verständlich aber unsinnig! Keine Uni legt im voraus einen NC fest! Was im voraus festgelegt wird ist die Platzzahl, auf die
die Bewerber in der Reihenfolge Ihrer Abiturnote zugelassen werden. Die Note des letzten Bewerbers, der gerade noch zugelassen wurde, markiert dann
den NC des aktuellen Zulassungsverfahrens. Sie können also immer nur feststellen, wie der NC in der Vergangenheit war! Das sollten Sie freilich im
WEB-Angebot Ihrer Wunschuni auch zu recherchieren versuchen.
Gibt es weniger Bewerber als Plätze, dann gibt es gar kein Zulassungsverfahren - und es gibt also auch keinen NC!
Die Wirklichkeit ist allerdings noch um einiges komplizierter, weil die Bewerber mehrfach nach verschiedenen Kriterien sortiert werden können
(z.B. "Warteliste", "Härtefälle") und nach jedem dieser Sortiervorgänge ein bestimmter Prozentsatz der Plätze vergeben wird.
Manche dieser Sortiervorgänge sind gesetzlich vorgeschrieben, andere kann die Uni selbst bestimmen (Hochschulquote). Die Zulassungsprozedur ist also
ein hochkomplexes Unterfangen. Gemeinerweise bewerben sich die Abiturienten heutzutage an mehreren Unis gleichzeitig - und sagen im Annahmefall nur einer einzigen Uni zu.
Die anderen Unis bleiben auf Ihren Zusagen sitzen, d.h. nach der Platzverteilung bleiben etliche Plätze frei, weil sie nicht angenommen wurden. Also:
Eine zweite Zulassungsrunde muss her und die noch nicht berücksichtigten Bewerber werden erneut sortiert und umsortiert und es wird zugeteilt. Und wieder
sagt nur ein Bruchteil zu. Also alles noch ein drittes Mal! Trotzdem kann es sein, dass zum Schluss Plätze übrigbleiben. Ist das der Fall, werden diese
in einem Losverfahren "verramscht". Es kommt beim Losverfahren nicht mehr auf die Note, sondern nur noch auf das Glück an. Hat man eine Ablehnung erhalten, lohnt es sich
also, einen Losantrag zu stellen. Die richtigen Zeitpunkte dafür liegen etwa um den Semsteranfang. Recherchieren Sie alle Fristen immer auf den WEB-Seiten der
Wunschuni!
|
Hochschultypische Noten
Vielleicht haben Sie schon mal was von den vielen "Einsen" an der Universität
gehört und sorgen sich nun, ob Sie das wohl auch schaffen können. Diese Noteninflation hatte ihre Ursache
in den mündlichen Vordiplom- und Diplomprüfungen, in denen meist gute und sehr gute Resultate erzielt wurden.
Im Chemiestudiengang handelt es sich bei den jetzt studienbegleitenden Prüfungen meist um Klausuren - und dabei wird wieder
das gesamte Notensprektrum erzielt. In der Übergangszeit der Studiengangsumstellung bestand deshalb die Sorge, ob
die Bachelor-/Masterabsolventen mit einer eher realistischen Benotung gegenüber, den "noteninflationär" benoteten
Diplomchemikern benachteiligt seien. Da nun aber so gut wie flächendeckend umgestellt ist, spielt das keine Rolle mehr.
Aktuelle Notenstatistiken können Sie einmal mehr in der GDCh-Statistik einsehen.
(Geben Sie das Wort "Statistik" in die Suchmaske ein!) Sie werden sehr seltsame Unterschiede in den Durchschnittsnoten finden.
Das wird kaum daran liegen, dass die Studierenden an irgendeiner Uni wesentlich besser sind als an einer anderen, sondern daran
dass man an der einen Uni einfach leichter bessere Noten bekommt als an einer anderen.
|
 |
 |
Im ECTS-Bewertungssystem
gibt es deshalb eine relative Bewertungsskala, die aussagt, wie die erreichte Leistung im Vergleich zu den Leistungen
der anderen Kommilitonen zu bewerten ist. Dazu sind auch zurückliegende Jahrgänge mit heranzuziehen.
Es gilt:
| Note | Bewertung |
| A | Unter den besten 10 % der Studierenden, die bestanden haben |
| B | Unter den nächsten 25 % der Studierenden, die bestanden haben |
| C | Unter den nächsten 30 % der Studierenden, die bestanden haben |
| D | Unter den nächsten 25 % der Studierenden, die bestanden haben |
| E | Unter den schlechtesten 10 % der Studierenden, die noch bestanden haben |
| F | Nicht bestanden |
|
| Auch wenn es dafür keine Schulnote gibt, hat man bei der Vergabe der universitären
Diplom-Abschlusszeugnisse in Deutschland früher gern auch
das Prädikat "Ausgezeichnet" ("Summa cum laude") vergeben.
Dazu mussten zumindest alle Einzelnoten "sehr gut" sein und in der Regel die Prüfer den
Eindruck haben, dass es sich um eine wirklich herausragende Leistung gehandelt hat. Auch Anbieter modularisierter Studiengänge scheinen die
Note "ausgezeichnet" z.T. weiter zu verwenden. Die Situation ist im Augenblick noch nicht übersichtlich.
|  |
|
|