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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 01.05.2013 | Letzter vollständiger Linkcheck: 01.10.2012 | Links   
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Habe ich mit einem Chemiestudium als Frau überhaupt eine Chance?
Gemäß den jährlichen Statistiken der GDCh schwankt der Frauenanteil im Chemiestudium derzeit etwa zwischen 35 - 40 %, beträgt im Lebensmittelchemiestudium etwa 70 % und im Biochemiestudium etwa 60 %. Daten zum Lehramtsstudium wurden letztmalig 2009 erfasst. Damals betrug der Frauenanteil 65 %. Die Quoten bleiben im Studienverlauf annähernd konstant und auch die Verbleibsstatistik zeigt keine Auffälligkeiten zwischen den Geschlechtern.

Einen drastischen Einbruch gibt es aber bei den Professorinnen. Nach einer Umfrage der GDCh aus dem Jahr 2013 beträgt der Frauenanteil unter den Chemieprofessuren 12,3 % - mit einer nur leicht steigenden Tendenz.

Es gibt Initiativen, den Professorinnenanteil zu erhöhen - z.B. indem man die Zuwendungen an einen Fachbereich von dessen Professorinnenquote abhängig macht.

Die Probleme setzen offenbar nach dem Studium ein. Nach dem Ergebnis einer vom Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie e.V. 2011 herausgegebenen Befragung von 1600 Führungskräften klagen Frauen darüber, in vergleichbaren Positionen mehr leisten zu müssen als Männer (50 %) und sind weniger zufrieden mit ihrem Beruf (53 % gegenüber 68 % bei Männern). 30 % haben eine Teilzeitbeschäftigung (Männer 3 %). Immerhin erhöhen Frauen den Druck, in höhere Positionen aufzusteigen, in dem sie sich vermehrt in Seminaren für das höhere Management fortbilden. Nach Angaben des statistischen Bundesamts sind derzeit 30 % der Führungskräfte weiblich.

Es gibt spezielle Förderprogramme für Frauen. Im Rahmen des Ada-Lovelace-Projektes wenden sich z.B. engagierte Studentinnen naturwissenschaftlich - technischer Fächer sozusagen als Vorbild an interessierte Schülerinnen und ermuntern sie, eine naturwissenschaftliche Ausbildung zu beginnen.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die diversen lokalen Mentoring-Programme, in denen berufserfahrene Frauen jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen Hilfestellung geben. Diese Programme sind in einem bundesweiten Dachverband Forum Mentoring e.V. organisiert.

Von der GDCh wurde im Jahr 2000 der Arbeitskreis Chancengleichheit in der Chemie eingerichtet.

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