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T. Lehmann | Letzte Aktualisierung: 05.10.2012 | Links   
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Organisation des Studiengangs

Wichtige Informationen bekommen Sie aus dem Internetauftritt der betreffenden Institution sowie aus den Ordnungen.

Nichtbestehen von Prüfungen

Die Wiederholbarkeit von Abschlussprüfungen ist begrenzt. Auch ein nicht bestandenes Abitur können Sie nicht beliebig oft wiederholen. Da bei modularisierten, also Bachelor- und Masterstudiengängen jede Prüfungsnote in die Abschlussnote mit eingeht, ist - formaljuristisch - jede einzelne Prüfung nur begrenzt wiederholbar. Wird die Prüfung mit der eingeräumten Zahl an Prüfungsversuchen nicht bestanden, ist das Studienziel "endgültig nicht erreicht". Das ist ein Rausschmiss! Sie können diesen Studiengang dann in ganz Deutschland nicht fortführen!
 

gut

  • Es gibt einfache und flexible Regelungen, die es Ihnen ermöglichen, die Sanktionen für Prüfungsfehlversuche gezielt für Ihre Problemfächer einzusetzen. Das können z.B. sein:
    • Maluspunkte, die Sie für das Nichtbestehen von Prüfungen erhalten. Eine vorgegebene maximale Anzahl an Maluspunkten darf nicht überschritten werden.
    • Studienkonten, die Sie durch den Besuch von Lehrveranstaltungen aufbrauchen. Für die Wiederholung von Lehrveranstaltungen müssen Sie eine erneute Abbuchung von Ihrem Studienkonto hinnehmen. Ist das Konto aufgebraucht und der Studienabschluss nicht erreicht, können Sie das Studium nicht weiter fortführen.
  • Es ist jederzeit möglich, sich einen Überblick über den Konto- und Punktestand zu verschaffen. Die Einträge werden zeitnah erstellt, sind zuverlässig und Fehler werden umgehend und unbürokratisch korrigiert.

schlecht

  • Ist die Prüfung beim dritten Anlauf nicht bestanden, erfolgt der Rausschmiss.
  • Es gibt ständigen Kampf mit dem Prüfungsbüro, dass die Prüfungsleistungen richtig verbucht werden.
  • Weil es manchen Dozenten Leid tut, werden manche nicht bestandenen Prüfungsergebnisse dann halt nicht verbucht. Das ist zwar schön im individuellen Fall aber es ist willkührlich.

Sanktionen der beschriebenen Art kann es auch für nicht in ausreichender Geschwindigkeit erbrachte Prüfungsleistungen geben.

Die Regelungen solcher Zwangsexmatrikulationen können für Sie von enormer Bedeutung sein! Haben Sie ein spezielles Problemfach? Sind Sie häufiger erkrankt und müssen also mit Ausfallzeiten rechnen? Planen Sie eine Schwangrschaft?
 

gut

  • Man geht individuell auf Problemfälle ein.
  • Es gibt klare Anweisungen, wann die Nichtteilnahme an einer Prüfung als "entschuldigt" gilt und damit folgenlos bleibt. (z.B. wem ein Attest vorgelegt werden muss.) Diese Information sollte jeder Dozent geben können.

schlecht

  • Sie werden zum lästigen Problemverursacher, wenn Sie wichtige Termine versäumen.
  • Auf die Frage "Was ist, wenn ich mal krank werde?" erhalten Sie die Antwort: "Sie sollten eben nicht krank werden." oder noch schlimmer: "Wenn Sie hier nichts leisten wollen, sollten Sie hier nicht studieren."

Eingangsvoraussetzungen

Für manche Lehrveranstaltungen gibt es Eingangsvoraussetzungen: Sie können an dieser Lehrveranstaltung nicht teilnehmen, wenn Sie nicht eine andere Lehrveranstaltung eines vorhergehenden Semesters erfolgreich absolviert haben. In neueren Studiengängen finden Sie in den Ordnungen einen Modulkatalog. Sie haben es dann besonders einfach, die Eingangsvoraussetzungen zu recherchieren, da diese in den Modulkatalogen üblicherweise vermerkt sind.
 

gut

  • Die Eingangsvoraussetzungen sind auf ein nachvollziehbares Maß beschränkt. Das Nichtbestehen einer Prüfung hindert Sie nicht oder nur wenig an der Fortführung Ihres Studiums.
  • Anwesenheitsverpflichtungen sind auf ein sinnvolles Maß beschränkt.

schlecht

  • Um die Lehrveranstaltungen eines höheren Semesters besuchen zu dürfen, müssen Sie flächendeckend alle Lehrveranstaltungen der vorhergehenden Semester bestanden haben. Wenn Sie eine Prüfung nicht bestanden haben, müssen Sie eine Zwangspause im Studium einlegen.
  • Es gibt auch in Standardvorlesungen eine Anwesenheitspflicht.
Eher nicht so nachteilig für Sie, aber tief blicken lassend: Eingangsvoraussetzungen oder Anwesenheitsverpflichtungen werden lauthals verkündet, aber es ist den Dozenten zu beschwerlich, das im Einzelfall auch tatsächlich nachzukontrollieren. Informieren Sie sich vor Ort über die Praxis!

Zulassung

Werden Studierende nur zum Wintersemester oder auch zum Sommersemester zugelassen? Eine jährliche Zulassung ist effektiver für die Dozenten, weil sie zumindest die Vorlesungen nur noch ein Mal pro Jahr anbieten müssen.
 

gut

  • Es wird auch zum Sommersemester zugelassen. Sie lernen dadurch in kleineren Gruppen. Eine nicht bestandene Prüfung lässt sich schon im nächsten Semester wiederholen.

schlecht

  • Es wird nur jährlich zugelassen. Durchfaller müssen ein Jahr bis zur nächsten Chance warten. Insbesondere mit reichlichen Eingangsvoraussetzungen kann das verheerende Konsequenzen auf die Studiengeschwindigkeit haben.

Überschneidungsfreiheit/Studierbarkeit

Da es heutzutage wichtiger denn je ist, schnell durch das Studium zu kommen, ist es wichtig, dass die Studienbedingungen so sind, dass Ihnen dies auch technisch möglich ist.
 

gut

  • Es gibt einen überschneidungsfreien Studienplan zumindest für die ersten Semester, in denen die Pflichtkurse überwiegen.
  • Es gibt eine Koordinationsstelle, die auf die Einhaltung der Überschneidungsfreiheit wacht.
  • Die Studieninhalte sind nicht überfrachtet, der studentische Arbeitsaufwand für eine Lehrveranstaltung ist richtig eigeschätzt, Die eingeschriebenen Studenten erreichen das Studienziel ungefähr in der Regelstudienzeit.

schlecht

  • Jeder Dozent kann selbst bestimmen - und tut dies auch - wann er seine Lehrveranstaltung anbietet.
  • In die einzelnen Semester ist so viel Stoff hineingepresst, dass es auch beim besten Willen nicht zu schaffen ist.

Wahlmöglichkeiten

Je ausgereifter Ihre Vorstellungen über Ihren Berufsweg schon sind, umso eher werden Sie darauf Wert legen, sich entsprechend entfalten zu können. Wie frei sind Sie in Ihrer Studienplangestaltung?

Rechnen Sie damit, dass Sie in den ersten Semestern vor allem erst einmal Pflichtkurse absolvieren müssen. Sie sollen ja erst einmal ein Grundwissen erwerben. Je weiter Sie im Studium fortschreiten, um so größer sollten aber die Wahlmöglichkeiten sein.
 

gut

  • Sie können sich spezialisieren und müssen, wenn Ihr Herz z.B. für die Theoretische Chemie schlägt, nicht unbedingt ein organisch-chemisches Fortgeschrittenenpraktikum absolvieren, welches Sie auch für eine Promotion in Organischer Chemie qualifizieren würde, sondern Sie können sich auch im Studium schon speziell Ihren Wunschinteressen verstärkt widmen.
  • Das Ausmaß einer Spezialisierung in eine bestimmte Fachrichtung bestimmen Sie - in gewissen Grenzen - selbst. Sie können sich spezialisieren, müssen das aber nicht.
  • Es gibt eine große Wahlmöglichkeit
  • Weitere Wahlmöglichkeiten können unproblematisch implementiert werden.

schlecht

  • Es gibt nur bestimmte Studienschemata. Sie haben z.B. die Auswahl zwischen der Abschlussart "A", "B" oder "C". Die Anforderungen für jede dieser Varianten sind fest vorgegeben.

Anrechnung von Lehrveranstaltungen, Auslandaufenthalte

Raus in die weite Welt - entweder für ein Semester mal ganz weit weg oder auch ein dauernder Hochschulortwechsel - all das macht sich gut im Lebenslauf, den man bei einer späteren Bewerbung dem Arbeitgeber vorlegen will.
 

gut

  • Die Anrechnung von andernorts erbrachten Leistungen ist unproblematisch.
  • Man versucht Ihnen "Brücken zu bauen", wenn eine anderswo absolvierte Lehrveranstaltung nicht genau deckungsgleich mit dem eigenen Angebot ist.
  • Man unterstützt Auslandsaufenthalte und es gibt spezielle Informationsquellen über die in Frage kommenden Partneruniversitäten und Fördermöglichkeiten.

schlecht

  • Man begegnet anderswo erbrachten Leistungen mit Misstrauen
  • Was nicht ganz genau passt, wird nicht angerechnet
  • Anrechnung von Auslandsaufenthalten macht nur "unnötige Arbeit"
Bitte beachten Sie: Ein Auslandsaufenthalt ist umso wertvoller, je später er im Studium erfolgt. In den Anfangssemestern werden Sie auch im Ausland nichts anderes tun können, als Grundvorlesungen und Grundpraktika zu absolvieren, die ebenso gut auch an der heimatuniversität angeboten werden. In späteren Studienabschnitten haben Sie hingegen die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen zu besuchen, die Lehrinhalte vermitteln, die an der Heimatuniversität nicht angeboten werden.

Beratung und Verwaltung

Anrechnung von anderswo erbrachten Lehrveranstaltungen, Individuelle Studienlösungen, Organisation des Studiums - ein gut organisiertes Studium muss intensiv verwaltet werden und Sie werden es schätzen, wenn Ihnen bei speziellen Studiensituationen oder Problemen maßgeschneiderte Lösungen angeboten werden. In der Regel wird jeder Studiengang von einem Prüfungsausschuss verwaltet, der für die ordnungsgemäße Durchführung des Studiums zu sorgen hat. In der Regel sind im Prüfungsausschuss auch studentische Mitglieder. Befragen Sie diese Mitglieder, ob und wie sich der Prüfungsausschuss für den Studiengang einsetzt.
 

gut

  • Der Prüfungsausschuss ist ein regelmäßig tagendes Gremium.
  • Der Prüfungsausschuss betreibt eine aktive Verwaltung des Studiengangs.
  • Der Prüfungsausschuss arbeitet verlässlich gemäß den bestehenden Regeln und Ordnungen.
  • Für Probleme wird eine für alle Beteiligten tragbare Lösung gefunden.
  • Es gibt eine kompetente Studienberatung - entweder durch Mitglieder des Prüfungsausschuss oder auch durch andere oder weitere Personen.

schlecht

  • Der gewälte Prüfungsausschuss tagt nur ein einziges Mal, nämlich um einen Vorsitzenden zu wählen, der dann dazu ermächtigt wird, alle Entscheidungen ohne weitere Konsultationen der übrigen Mitglieder ganz allein zu fällen.
  • Entscheidungen (z.B. bei der Anrechnung von Lehrveranstaltungen) sind intransparent und nicht nachvollziehbar.
  • Bei Entscheidungen wird vorrangig das Interesse der Lehrveranstaltungsanbieter berücksichtigt. Auswirkungen für die Studierenden spielen keine oder nur eine untergeordnete Rolle.
  • Die Verwaltungsarbeit beschränkt sich auf das Unvermeidbare. (z.B. das Unterschreiben von Zeugnissen)
  • Die Studienberatung macht nur eine einzige Person, die vorwiegend aber eher über das eigene Fachgebiet kompetent beraten kann.