Ordnungen
Die Ordnungen sind die Grundlage eines Studiengangs! Gerade in der heutigen Zeit des intensiven Wandels
der Studiengänge können Sie nur anhand der Ordnungen einen Eindruck davon bekommen, was sie
in dem betreffenden Studiengang erwartet! Für einen Studiengang gibt es eine Prüfungsordnung
und eine Studienordnung. Es können weitere relevante Ordnungen hinzukommen, zum Beispiel für
berufsvorbereitende Module in Bachelorstudiengängen. Fragen Sie nach, ob weitere Dinge in Satzungen
der Universität geregelt sind, die in den Studiengangsordnungen nicht abgebildet sind. Satzungen
der Universität können zum Beispiel heißen: "Satzung für Studienangelegenheiten" oder
"Satzung für allgemeine Prüfungsangelegenheiten". Sie sollten alle relevanten Ordnungen und
Satzungen im Internet finden können.
gut
- Es gibt eine klare Struktur der Ordnungen. Es sind nur wenige Ordnungen oder Satzungen, die
Sie beachten müssen.
- Die Ordnungen sind leicht verständlich.
- Sie lassen sich leicht im Internet finden.
- Es gibt Hilfen, was zu beachten ist.
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schlecht
- Es gibt ein Ordnungsgestrüpp.
- Sie müssen sich z.B. durch Änderungsordnungen
hindurchhangeln, wobei die erste Änderungsordnung z.B. drei Paragraphen der Hauptordnung,
die zweite Änderungsordnung noch einen der Hauptordnung neu regelt und zusätzlich
einen Paragraphen der Änderungsordnung noch einmal nachbessert.
- Sie verstehen nur "Bahnhof"
- Sie haben große Mühe, den Text überhaupt zu finden.
- Es gibt keine Erläuterungen.
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Ein bisschen Bereitschaft, sich durch knochentrockene "Juristentexte" hindurchzubeißen, müssen
Sie schon mitbringen. Es ist ganz normal, dass Sie als Außenstehende(r) nicht alles auf Anhieb verstehen.
Sie sollten aber wenigstens einen ungefähren Überblick erhalten können.
Bei einer so tiefgreifende Umstellung wie die Überführung der althergebrachten Diplomstudiengänge in
neue modularisierte Stdiengänge ist es nicht verwunderlich, wenn Ordnungen nach einer relativ kurzen Dauer
noch einmal überarbeitet werden.
gut
- Die Konzeptionen sind so gut durchdacht, dass die Ordnungen wenigstens für ein paar Jahre
praktikabel sind. Berichtigungen werden konzertiert und kraftvoll durchgeführt.
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schlecht
- Es wird hektisch herumreformiert. Ordnungen behalten Gültigkeiten von 1 Jahr und weniger.
Keiner weiß jetzt eigentlich mehr, was Sache ist.
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Üblich ist, dass Studierende ihr Studium zu den Konditionen, unter denen sie zum Studiengang zugelassen wurden,
innerhalb der Regelstudienzeit + einem mehrsemestrigen Zuschlag zu Ende führen können. Eine
Information, wie bei einer Änderung des Studienangebots verfahren wird, werden Sie nur im persönlichen Gespräch vor Ort erhalten
können
gut
- Das Recht auf Fortführung zu vertrauten Konditionen wird den Studierenden ausdrücklich
eingeräumt.
- Lehrveranstaltungen, die zukünftig wegfallen sollen, werden noch ausreichend lange
parallel angeboten oder es gibt Lehrveranstaltungen aus dem neuen Angebot, die alternativ
absolviert werden können. Das Lehrangebot für die nach alter Ordnung Studierenden
ist ausreichend lange sichergestellt.
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schlecht
- Das parallele Angebot von "neu" und "alt" wird als zu anstrengend und zu lästig empfunden.
Man versucht, die nach alter Ordnung Studierenden in die Bedingungen des neuen Studiengangs zu
drücken.
- Das Schicksal der "Altstudenten" ist egal.
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Sie werden nicht erwarten können, dass jeder Dozent sich mit den Ordnungen auskennt. In der Regel besteht
die Aufgabe eines Dozenten darin, die ihm zugeteilten Lehrveranstaltungen durchzuführen und die
Prüfungsergebnisse zu dokumentieren bzw. weiterzuleiten. Wer über die Ordnungen und Satzungen Bescheid
wissen sollte, sind aber zum Beispiel die Studienberater und die Mitglieder des Prüfungsausschusses.
gut
- Die Ordnungstexte sind dem genannten Personenkreis geläufig
- Der Studiengang wird strikt nach den Regelungen der Ordnungen durchgeführt.
- Die im Studiengang zu erbringenden Leistungen sind transparent.
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schlecht
- Die Ordnungs- und Satzungstexte sind unbekannt.
- Man redet davon, dass man das sowieso immer "anders", "von Fall zu Fall anders" oder "schon immer anders"
regeln würde.
- Man erfährt als Studierender nur durch eine mehr oder weniger gut funktionierende
"Gerüchteküche", was man tun muss, um seinen Studienabschluss zu erreichen. Noch schlimmer:
Die Gerüchteküche wechselt häufig und es wird zur Glücksache, ob man richtig studiert oder nicht. Die Definition der
Studieninhalte wirkt willkürlich.
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