Diese Definition ist für praktische Zwecke völlig hinreichend, ihre Grenzen zeigen sich bei Impaktvorgängen ? Aufschmelzung, Verdampfung, selektive Kondensation, diaplektische Gläser, HP-Modifikationen
( 1 m Länge, 50°C Temperaturdifferenz , Längenänderung 0,5 mm)
Temperatur nimmt nach innen exponentiell ab. Schattenseite!
* Lockerung des Gesteinsverbandes, Abplatzen, Kernsprünge.
Wollsackverwitterung von Graniten:
„Granit-Tektonik“ nach Cloos: Granitplutone zeigen im lokalen Bereich
eine Spaltbarkeitkeit nach drei Ebenen, die annähernd rechtwinklig
aufeinander stehen. Wahrscheinlich bedingt durch Spannungen, die durch
die Umwandlung von Hochquarz-Tiefquarz bei ca. 572° C beim Abkühlen
des Plutons auftreten (Kombination von radialen u. axialen Richtungen.)
Granite sind daher oft Wasserleiter. An der Oberfläche durch Zurundung
der Kanten Wollsackverwitterung.
Oft auch plattige Absonderungen parallel zur Oberfläche.
Orthogonale Klüfte werden zuweilen auch bei Qz.freien Plutoniten wie etwa bei Gabbros beobachtet.
Basalte und Qz.-arme intermediäre Vulkanite, die an der Erdoberfläche
schnell abkühlten, zeigen nur dort ein polygonales Rissmuster ? Basaltsäulen.
(Unterschied: Erstarrungstemperatur von Basalt ca. 1000°C, die
Erstarrung von Granit liegt im T-Bereich von ca. 780 - 640°C.)
- Poren nur zum Teil mit Wasser gefüllt, Oberfläche am kältesten,
Wasserdampf kondensiert zu Eis an der kältesten Stelle,* Kristallisationsdruck
bei z.B. –5° C etwa 1,3 bar.
Eislinsen- und Kammeisbildung, Frostaufbrüche, Solifluktionserscheinungen
an Hängen. Typische Bildung im humiden u. borealen Klima. (Von Bedeutung
in hohen Lagen der Atacama und in der Gobi.)
In Frostbodenzonen (Gelosol) sog. Kryoturbation :
Netze eisgefüllter Spalten mit Maschenweite von 0,4 – 10
m, Aufwölbung im Zentrum, Steinringböden.
Aus der Atmosphäre: Regenwasser enthält CaSO4 + NaCl, je ca.
2 bis 3 ppm, Anreicherung nur wenn Verdunstung den Niederschlag überwiegt!
(Arides Klima oder Überhänge)
In Küstennähe Transport von NaCl durch Nebel und Gischt.
Biogene Herkunft: Der Harn von Säugetieren enthält NaCl.
Salzverwitterung von Bauten:
- Soda als Zementzuschlag reagiert mit Gips aus Putz zu Kalk + Natriumsulfat
- Kalk, bzw. Dolomit reagiert mit Schwefeldioxid der Luft zu Gips,
bzw. Magnesiumsulfat
Windschliff – Sand: Saltation + Reptation – Winderosion
Schwerkraft + Wasser:
Transport durch Schichtfluten, bzw. (periodisch fließende) Flüsse,
durch Gletscher
Erdrutsche in durchfeuchteten Böden ( nach Niederschlägen
von mehr als 200 mm) Bergstürze (Auslöser oft Erdbeben) - Lawinen
Täler: V-, U-Tal, Canon, Moränen, Gletscherschliff
Mechanische Wirkung von Organismen:
z.B.:Wurzeln, Bioturbation: Regenwurm, Ameisen, usw., Windbruch -
black fungii, Schnecke Echinus esculentus mit Magnetit-xx auf der Zunge,
Bohrmuschel Polydora ciliata auf Kalk.
Hemmende Wirkung von dichtem Pflanzenwuchs auf Erosion:
Schutzwälder, Urwälder, Tundravegetation, Schilfgürtel,
Mangrovenwälder
Indirekte Wirkung: Überweidung (black locust) - Savanne-Wald (homo
sap./Feuer/Elefant)
Silikate + Oxide * Auflösung in Wasser, meist sofort Bildung neuer,
thermodynamisch beständiger Minerale
Hängt ab von pH und Konzentrationen der gelösten Stoffe
also von Wassermenge und ev. vorhandenen Säuren (CO2 + org. Säuren)
Luftgesättigtes Regenwasser hat pH von ca. 5,5 bis 6, sog. „saurer
Regen“ durch Schwefeldioxid aus Verbrennungsabgasen, kann auch lokal durch
Exhalationen von Vulkanen verursacht werden.
Typische Neubildungen : Schichtsilikate (Tonminerale), FeOOH, Hämatit, Gibbsit
bei höherem pH und hoher Konzentration von Alk.+ Erdalk.-Ionen
=
Dreischichtminerale: Illit wenn überwiegend Al+K vorhanden, mit
Mg Smectite, Montmorillonit, mit Mg+ Fe(II) manchmal auch Chlorit, selten
Palygorskit (fast nur bei höherer Salinität) (Humid bis Arid)
bei niedrigem pH und allgemein niedrigen Konzentrationen = Zweischichtminerale
Kaolinit, Halloysit, Allophane, Imogolit (Humid bis Tropisch)
bei extrem niedriger Kieselsäurekonz. ( kleiner 1 ppm) = Gibbsit (Tropisch)
Natürlich stets auch abhängig vom Ausgangsgestein!! Eventuell durch Klimawechsel überprägt.
Fe 3+ * FeOOH, überwiegend
als Goethit, seltener Lepidokrokit, nur bei extrem
schneller Bildung durch Oxidation von 2-wertigem Fe als Ferrihydrit.
Bei höherer Bodentemperatur entsteht Hämatit ? Roterde.
Aus dem Verhältnis Goethit/Hämatit kann auf die Bodentemperatur
geschlossen werden. Der Anteil an organisch gebundenem Fe(II) kann in
Böden bis zu 50% des gesamt-Fe erreichen.
Glaukonit
Mn
? unter aeroben Bedingungen Oxide, bzw. Hydroxide des 3,bzw. 4 wertigen
Mn.
Al3+ * Tonminerale;
wenn viel Wasser da ist auch Al(OH)3, ev. AlOOH
Si
* teils Tonminerale , Überschuß kolloidal abtransportiert, Bildung
von flint
(Feuerstein), bzw. Chalcedon, sedimentär gebildeter Quarz.
Ti
? Anatas ist eine Neubildung, Rutil entstammt dem Ursprungsgestein .
Mg (Fe2+) zusammen mit Al * Tonminerale
Ca, Na, K * teils in Tonmineralen als austauschbare
Ionen (K bevorzugt gebunden,
bedeutend für Pflanzenwuchs) , Überschuß als Hydroxid *
+ CO2 * Calcit ,
bzw. Hydrogencarbonat abgeführt. Ca aus Silikatverwitterung bindet
CO2
dauerhaft!!
Organische Substanz (Humus) in mitteleuropäischen Böden meist
zwischen 1 und 30% - In Moorböden teils sehr viel höher. Im humiden
Klima geht ein Teil der organischen Substanz durch mikrobiellen Abbau vorwiegend
von Zellulose und Lignin in Huminstoffe über. Dies sind hochmolekulare
verknüpfte aromatische Ringe mit funktionellen Gruppen, vor allem
OH und COOH-Gruppen. Deshalb Säurecharakter, also Kationenaustauscher,
zusätzlich können Metalle als Komplexe (Chelate) gebunden werden.
Huminstoffe meist dunkel gefärbt.
In vielen tropischen Böden vorwiegend Kaolinit mit extrem geringer
Austauschkapazität und wenig Huminstoffen!
Sehr stabile, schwerlösliche und teils säureresistente Minerale mit trigonaler Struktur. Treten als Verwitterungsprodukte vorwiegend von Karbonatiten auf.- Isotyp mit Jarosit.
Crandallit CaHAl3 * (OH)6 / (PO4)2 * theoretisches Endglied, rein nicht existent
Goyazit SrHAl3 * (OH)6 / (PO4)2 *
Florencit CeAl3 * (OH)6 / (PO4)2 *
In das Gitter werden auch eingebaut U, Th, Nb, seltene Erden, Ba, Pb und AsO4. Die Arsenate sind selbst in heißen conc. Säuren unlöslich, wurden als Endlagermatrix für radioaktive Abfälle vorgeschlagen.
Bei der Verwitterung von Sulfidmineralen treten auf
Jarosit KFe3 ? (OH)6 (SO4)2 ? gelb-braun, fällt aus bei ca. pH 2, nimmt erhebliche Mengen von
Schwermetallen wie Cu, Pb, Zn auf, K kann durch H3O, Na und NH4 ersetzt
werden.
Alunit ist die entsprechende Al-Verbindung. Bei den Mineralen der Beudantit-Gruppe
ist im Anion Sulfat + (Phosphat oder Arsenat) vertreten. Typisch in der
Oxydationszone von Erzen.
Die Phosphate, bzw. basischen Phosphate fast aller mehrwertigen Kationen
sind schwerlöslich, sie finden sich deshalb häufig als Verwitterungsminerale.
Typischer und bekannter Vertreter ist der Pyromorphit.
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Alle primären Uranminerale enthalten vierwertiges Uran und sind
extrem schwerlöslich:
Uraninit UO2 , Coffinit USiO4 und Brannerit (Uran-Titan-Oxid)
Der wesentliche Schritt der Verwitterung dieser primären Uranerze
ist die Oxydation, die ist annähernd temperaturunabhängig!
Das dabei gebildete sechswertige Uran liegt als UO2 2- Ion vor, es
bildet mit fast allen Anionen Komplexe, die Karbonato-Komplexe sind leicht
löslich! Das Uranyl-Ion ist hantelförmig gebaut, es passt in
kein anderes Kristallgitter; deshalb bilden sich eigene Uranyl-Minerale
(ca. 100 Stück bekannt) die sich oft durch grelle Farben auszeichnen,
meist gelb. Am häufigsten sind die sogenannten Uranglimmer. Dies sind
keine Silikate sondern Phosphate : UO2 + PO4 bilden zweidimensionale Schichten,
dazwischen sitzt Wasser + Kationen.
Sek. Uranminerale, die keine Übergangsmetallkationen enthalten,
zeigen UV-Fluoreszenz.
Primärer Schritt der Verwitterung von Sulfiden ist ebenfalls eine
Oxydation. Hier meist Mitwirkung von Bakterien, fast der gesamte Schwefelkreislauf
an der Erdoberfläche wird bakteriell bewirkt.!!
Die Rolle von Mikroorganismen bei der Gesteins- und Baustoffverwitterung
wird erst seit etwa 30 Jahren erforscht. Sie besiedeln praktisch alle Hohlräume
und Klüfte bis zu erheblichen Tiefen. Einige Species produzieren starke
Säuren wie Schwefel- und Salpetersäure und können eine rasche
Verwitterung von Calcit-haltigen Gesteinen und Beton im anaeroben Bereich
bewirken. Die bakteriell bedingte Oxydation von Eisen in Sauerstoff-freien
Lösungen ist belegt.- FeS, Pyrit und Markasit werden biogen im sedimentären
Bereich gebildet, bzw. bei Änderung der pH-Werte und des Sauerstoffangebots
wieder abgebaut. Kleine Pyrit-“Schornsteine“ im Schwarzen Meer. - Einige
Autoren sind der Ansicht, dass die Bildung von Mn-, bzw. Eisenoxid-Krusten
im ariden Klima durch Mikroorganismen verursacht werden. - Die Spezialisierung
von Mikroorganismen ist zuweilen erstaunlich; so fand man kürzlich
in Silberminen Bakterien, die Silbernitrat als Stickstofflieferant abbauen
und metallisches Silber abscheiden, obwohl Ag-Ionen sonst meist extrem
bakterizid sind. - Anaerobe thermophile Archebakterien haben teils Lebensoptima
bei 140°C (Unter erhöhtem Druck.)
Länge pro Zeit Größenordnung 1*m/a = 1m in 1 Mio a ? Bubnoff unit (geomorphologischer Begriff, fasst chem. und physikalische Verwitterung zusammen! Die berichteten Abtragungsraten für Ebenen liegen meist zwischen 10 und 90 Bubnoff-Einheiten.)
Die chemische Verwitterung ist in dieser Dimension der am langsamsten ablaufenden Vorgang in der Natur!! Vergleich mit Hebung/Senkung und Plattentektonik.
Zwischen 1940 und heute wurden mehrere hundert experimentelle Arbeiten zur chemischen Verwitterung publiziert. Die Ergebnisse lassen sich so zusammenfassen:
Karbonate (Calcit, Dolomit, Magnesit), sowie Sulfate lösen sich
stöchiometrisch auf, Dies ist bei Silikaten anfangs nicht der Fall.
Bei Kontakt der Silikatoberfläche mit Wasser werden die zwei. und
ein-wertigen Ionen an der Oberfläche sehr schnell durch H3O+ Ionen
ersetzt. Dies betrifft aber nur etwa eine Tiefe von einer halben Elementarzelle!!
Das Fortschreiten der Reaktion erfordert einen diffusiven Transport von
H+ aus der Lösung durch die gestörte Schicht zum Kristall und
umgekehrt eine Diffusion der verdrängten Kationen von der Gitteroberfläche
durch die gestörte Schicht in die umgebende Lösung. Beim Fortschreiten
der Reaktion werden auch Al und andere dreiwertige Ionen durch H+ ersetzt.
Es bildet sich auf dem Gitter eine kationen-verarmte Schicht aus, die
vorwiegend aus SiO2 besteht. (cation depleted layer)
Der gestörte Gitterbereich besteht im wesentlichen
aus den SiO4 - Tetraedern in dem der Struktur des Minerals entsprechenden
Vernetzungszustand. Die freien Tetraedersauerstoffe, die im Gitter ehemals
ein-, zwei- oder drei-wertige Kationen koordinierten, sind in OH-Gruppen
übergegangen. Schliesslich lösen sich Orthokieselsäure H4SiO4
oder Polykieselsäuren von der Störschicht ab und gehen in Lösung.
Im neutralen bis saurem Bereich sind solche Kieselsäuren nicht beständig,
sie kondensieren zu kolloidal löslichen, kugelförmigen SiO2-Teilchen
mit einem Durchmesser von 5 - 80 nm.
Eine stöchiometrische Auflösung ist dann erreicht,
wenn die Reaktion des Kristallgitters mit dem diffusiv herantransportierten
H+ gerade soviel neue Störschicht pro Zeit schafft, wie an der Grenzfläche
Störschicht/Lösung abgebaut wird. Bei Normaltemperatur und im
neutralen bis saurem Bereich ist dies im Experiment meist nach etwa 30
Tagen erreicht.
Die Störschichten wurden auf Feldspäten und
eisenfreien Ketten- und Bandsilikaten mit modernen physikalischen Methoden
auch direkt nachgewiesen. Sie haben im neutralen Bereich eine Dicke von
3 bis 3 Elementarzellen, mit sinkendem pH wird die Schicht dicker und kann
dann 10 bis 15 Elementarzellen erfassen.
Die Ergebnisse der experimentellen Arbeiten vergangenen Jahrzehnte können
wie folgt zusammengefaßt werden. In der graphischen Darstellung mit
dem Logarithmus der Auflösungsgeschwindigkeit als y-Achse und dem
pH-Wert als x-Achse ergibt sich ein flaches, fast pH-unabhängiges
Minimum im Bereich etwa pH 5 bis 7. Sowohl im alkalischen, als auch im
sauren Bereich schließt in dieser Darstellung ein etwa linearer Anstieg
an. Die Steigung der Geraden im Bereich pH 5 bis 2 ist von Mineral zu Mineral
unterschiedlich, sie beträgt 1 bis 3 Zehnerpotenzen. Diese Steigung
ist am geringsten bei Muskowit, am höchsten bei Olivin.
Eine abweichende Darstellung ergibt sich bei der Quarzauflösung,
hier zeigt sich ein flaches, annähernd pH-unabhängiges Minimum
im sauren Bereich, an den sich ab etwa pH 7 ein flacher Anstieg im alkalischen
Bereich anschließt.
In Porenzwischenräumen kann auch ein alkalischer pH von 8 bis
10 erreicht werden!
Unter den gesteinsbildenden Silikaten ist Plagioklas am häufigsten, er verwittert relativ schnell. Seine Verwitterungsgeschwindigkeit hängt vom Anorthitgehalt ab, bei 20°C, pH 5,5 liegt seine Verwitterungsgeschwindigkeit entsprechend bei 0,15 (Albit) bis etwa 9 ?m/a .
Noch erstaunlicher als diese sehr geringen Werte ist der erhebliche Unterschied zwischen leicht und schwer verwitternden Mineralen. Sieht man einmal von extrem schwer verwitternden Mineralen wie Quarz, Topas, Turmalin und Beryll ab, so erstreckt sich der Bereich zwischen den langsam verwitternden Mineralen (Alkalifeldspäte, Muskowit) und den schnell verwitternden Mineralen (Calcit, Olivin) über fast vier Zehnerpotenzen!!
Die vorstehend geschilderten Ergebnisse von Experimenten können nicht ohne weiteres auf die natürliche Verwitterung übertragen werden. In der Natur gibt es Trockenperioden, weder ist der pH-Wert noch die Temperatur stets gleich; in der Lösung vorliegende ein-, zwei- und dreiwertige Ionen verlangsamen die Auflösung. Alle diese Faktoren bewirken, dass die wirkliche Verwitterungsgeschwindigkeit fast immer beträchtlich niedriger ist. So fand man bei der Untersuchung der Auflösungsrate von Kalken in Japan in der Natur nur Werte im Bereich von 1 bis 30% der Labordaten!
Andererseits kann die biologische Aktivität von Mikroorganismen
zu lokaler Säurebildung führen und durch eine Erniedrigung des
pH auf Werte zwischen 2 und 4 die Verwitterungsrate je nach Mineral um
den Faktor 10 bis 1000 steigern.
Organische Stoffe können durch Komplexbildung manche Kationenkonzentrationen
erniedrigen und dadurch die Verwitterung beschleunigen. Erst 1999 wurde
die komplexierende Wirkung einiger Polyalkohole für Kieselsäure
nachgewiesen.
Insbesondere die Verwitterung von Sulfiden wird durch die Tätigkeit von Mikroorganismen (Thiobacillus ferrooxydans) bewirkt und dadurch stark beschleunigt.
Einige Mikroorganismen (Blau- und Grünalgen) benötigen nur Mineralstoffe + Kohlendioxid + Licht. Sie gehören zu den Erstbesiedlern von frisch gebildetem vulkanischen Gestein.
- Die Abtragungsraten liegen bei Normalbedingungen (ca. 20°C , pH
5 bis 6 )
zwischen 0,07 (Muskowit) und 24 ?m/a (Olivin). (Calcit
hat 175 ?m/a)
- Nur die wechselseitige Wirkung von physikalischer und chemischer Verwitterung
erklärt die tatsächliche Verwitterung!
- Die chem. Verwitterung wirkt nicht nur an der Erdoberfläche;
sie beginnt, sobald die
Kristalloberfläche mit Wasser in Kontakt kommt.
In vielen Fällen ist eine Abgrenzung der Verwitterung von
hydrothermaler bis telethermaler
Alteration kaum möglich. ( Kaolinisierung, Chloritisierung,
Sericitisierung)
- Der Einfluss der Biosphäre auf die exogenen Vorgänge wird
auch von
Geowissenschaftlern häufig unterschätzt. Dies gilt
insbesondere für den Einfluss von
Mikroorganismen.
Feldbeobachtungen zeigen eine schnellere Verwitterung im feucht-tropischen
Klima. Es ist anzunehmen, dass dies sowohl auf das höhere Wasserangebot,
als auch auf die höheren Temperaturen und eventuell höhere biologische
Aktivität zurückzuführen ist. - Labordaten: Steigerung
der Verwitterungsgeschwindigkeit von Silikaten von etwa 10% pro Grad°
C .