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Die Geschichte der Usenet News

Die Geschichte der NetNews begann 1979 an der Duke University in North Carolina. Kurz nach dem Erscheinen der ersten Unix-Version mit UUCP erstellten zwei Studenten eine Reihe von shell-scripts, mit welchen sie die beiden Rechner "unc" und "duke" zum Austausch von Nachrichten über das Telefonnetz zusammenschlossen. Im Laufe des darauffolgenden Jahres wurde diese Software mit einigen Modifikationen in der Programmiersprache C verwirklicht und als "A"News der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Im Laufe der Zeit schlossen sich immer mehr Rechner dem Newssystem an und schon 1981 entwickelten Studenten der University of California in Berkeley eine erweiterte Version der Software, denn "A" war nur auf wenige Gruppen und wenige Artikel pro Gruppe und Tag ausgelegt. Die erste öffentliche Version dieser neuen Programme erschien als Version 2.1 im Jahr 1982 als "B"News. Mit der Ausweitung des Newsnetzes wurde auch die Software entsprechend modifiziert und mit neuen und erweiterten Optionen versehen.

Im Herbst 1987 veröffentlichte die University of Toronto die bislang letzte Neuversion der Newssoftware, "C"News. Hierbei wurden vor allem Zuverlässigkeit, Geschwindigkeit und Steuerungsmöglichkeiten der Artikelverteilung verbessert.

Zunächst beschränkte sich das Usenet auf Unixrechner. Seit der Portierung von UUCP auf (fast) alle anderen Betriebssysteme sind Netnews auch auf diesen Plattformen vorhanden. Diese weite Verfügbarkeit von UUCP ist auch der Grund dafür, daß das Usenet zum Teil über das Internet hinausgeht. Bei der Verteilung von newsgroups über UUCP hält ein bestimmter Rechner, der als Server für verschiedene Nachbarrechner fungiert, die news in sogenannten "batches" bereit. Wenn der Nachbarrechner zu einer meist festgelegten Zeit bei seinem Server anruft, werden die news-batches in komprimierter Form über das Telefonnetz übertragen. Dazu muß bestimmt sein, welche Gruppen übertragen werden sollen; diese Information ist in Form von Gruppenlisten auf dem Server abgelegt.

Im Internet selbst werden die News via TCP/IP bzw. NNTP (NetNews Transport Protokoll) verteilt. Diese Methode ist eleganter und effektiver als das "store-and-forward"-Verfahren von UUCP. Eine zentrale Rolle spielt dabei eine eindeutige message-ID, die, automatisch erzeugt, an jeden einzelnen Artikel vergeben wird. Eine abgeschickte message wird in das Newssystem des Rechners eingespeist. Dort wird unter anderem überprüft, ob der Artikel lokal verwendet oder weitergeleitet werden soll und wie lange bestimmte news-Beiträge aufgehoben werden. Weiterhin bestimmt dieses Programm anhand seiner Voreinstellungen, an welche Nachbarrechner es diesen Beitrag weiterleitet. Um eine sichere Verteilung zu gewährleisten und einen eventuellen Ausfall von Systemen abzufangen, werden die news stets an mehrere Nachbarrechner weitergeleitet. Damit nun aber einzelne Artikel nicht mehrfach verteilt werden, wird vor dem Versenden ein Abgleich der message-IDs vorgenommen. Bei diesem als "I HAVE/SEND ME" bekannten Verfahren prüft der empfangende Rechner, ob die message-ID des angebotenen Artikels bereits vorhanden ist. Nur wenn dies nicht der Fall ist, fordert er den betreffenden Artikel an, wodurch eine unnötige Belastung des Netzes vermieden wird.

Für eine detaillierte Dokumentation und Beschreibung der technischen und formalen Regeln für den Austausch von news sei auf die RFCs[4] 1036 (Standard for Interchange of USENET Messages) und 977 (Network News Transfer Protocol: A Proposed Standard for the Stream-Based Transmission of News), sowie auf die Dokumentationen zur news-software und die "Nutshell Handbooks" aus dem O'Reilly & Associates-Verlag zum Thema Usenet verwiesen. Auf eine Bezugsquelle für die genannten Dokumentationen wird im Literaturverzeichnis hingewiesen.


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