Bisher wurden diese drei Weltbilder als Weltbilder der kontemplativen Einstellung beschrieben. Sie sind jedoch auch das Medium der aktiven Einstellung und Jaspers stellt in Analogie zu den Weltbildern folgende drei Begriffe auf: technisches Leisten, irrationales Können, magisches Wirken.
In der aus dem naturmechanischen Weltbild hervorgegangenen technischen Welt der Maschinen zählt das, was sich als Leistung ablesen läßt, es wird gerechet in Aufwand und Nutzen. Alles wird von seiner rational-technischen Seite her erfasst, auch das menschliche Leben selbst, es wird geplant, berechnet, organisiert. Doch auch das Technische hat Grenzen, nichts in der Welt hat nur technische Seiten. Es bleiben Dinge, die als Phänomene beschreibbar, aber aus mechanischer Sicht nicht machbar sind. Im Umgang mit diesen, über das technisch-mechanische hinausgehenden Bereichen bedarf es eines irrationalen Könnens, einer Kunst. Dieses Können ist nicht vorausberechenbar, nicht einfach übertragbar, sondern erworben oder angeboren. Es bedarf des Instinktes, der Lebenserfahrung, es ist Wagnis, Entschluß, Verantwortung.
Magisches Wirken bedeutet Einwirkung ohne Vermittlungen, ohne Kausalketten und ist daher unbegreiflich. Wir kennen dieses Verhältnis von der Einwirkung des Geistes auf den Körper, wodurch wir alle unsere Handlungen, Äußerungen etc. zustande bringen. Hier manifestiert sich der Gedanke in der sinnlich-räumlichen Welt. Durch die Übertragung dieses Verhältnisses auf den gesamten Bereich des naturmythischen Weltbildes entsteht die vermeintliche Möglichkeit magischen Wirkens in der ganzen Welt. Es ist eine Verwechslung der eigentümlichen Welt des Mythos mit der sinnlich-räumlichen Realität (oder: die Verwechslung von Ideellem mit Reellem (Taylor)).