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Popularity and Relevance of Science Education for Scientific Literacy – kurz:
PARSEL

Innovation im Bereich naturwissenschaftlicher Bildung im Erfahrungsaustausch mit Unterrichtspraxis
– ein Rückblick auf die PARSEL-Konferenz vom 1. bis 4. März 2009 in Berlin

Organisiert durch die Abteilung Didaktik der Chemie des Instituts für Chemie und Biochemie an der Freien Universität Berlin hat vom 1. bis 4. März 2009 die internationale PARSEL Konferenz stattgefunden. „PARSEL“ steht für „Popularity and Relevance of Science Education for Scientific Literacy“ – dem Motto der Tagung. PARSEL ist auch das Acronym für das aus EU-Mitteln geförderte Projekt, das mit dieser Tagung seinen vorläufigen Abschluss findet.

Das PARSEL-Konsortium hat im Rahmen der Konferenz mehr als 100 Kolleginnen und Kollegen aus den Naturwissenschaftsdidaktiken, der Unterrichtspraxis und der Schulverwaltung aus dem In- und Ausland zusammengebracht, um gemeinsam Wege aufzuzeigen und Möglichkeiten zu diskutieren, wie die “Popularität naturwissenschaftlicher Bildung“ gefördert und die “Relevanz naturwissenschaftlichen Unterrichts“ deutlich gemacht werden kann, um die Entwicklung von „Scientific Literacy“ unter den Lernenden zu steigern.

Thematisch war die Tagung in fünf Schwerpunkte gegliedert:

Im Eingangsreferat hat Prof. Jack Holbrook (Präsident des ICASE) Empfehlungen des PARSEL-Konsortiums vorgestellt und dargelegt.

Die drei weiteren Schwerpunkte standen unter dem Motto:

- „Innovation und Entwicklung“,

- „Dissemination und Implementation“ und

- „Evaluation“.

Die Teilnehmer wurden in die Thematik dieser Schwerpunkte durch ein Grundsatzreferat eingeführt, das von einem international anerkannten Referenten aus dem Bereich Wissenschaft bzw. Fachdidaktik vorgetragen wurde; zu nennen sind

- zum Thema: Innovation: Prof. Thomas Koballa jr.
  (Naturwissenschaftsdidaktik von der University of Georgia, Athens, USA),

- zum Thema Dissemination: Prof. Franz Rauch (Universität Klagenfurt,
  Österreich) und

- zum Thema Evaluation: Prof. Jens Möller (Pädagogische Psychologie,
  Universität Kiel, Deutschland).

Ergänzt wurden die Grundsatzreferate durch Co-Statements von Lehrerinnen und Lehrer einerseits und von Vertretern der Schuladministration andererseits, um die Thematik möglichst perspektivenreich zu beleuchten (siehe Tagungsprogramm).

Anschließend stellten die PARSEL-Projektpartner gemeinsam mit den am Projekt maßgeblich beteiligten Lehrergruppen ihre Gedanken und Erfahrungen zu den Themen „Innovation – Dissemination – Evaluation“ in Form interaktiver Posterpräsentationen vor. Dabei wurden auch innovative Materialien und Methoden vorgestellt, die im PARSEL-Projekt erarbeitet bzw. adaptiert worden waren und die den Unterricht in den Naturwissenschaften nachweisbar bereichern (siehe PARSEL-Materialien).

Abgerundet und ergänzt wurde der Erfahrungsaustausch durch die Beiträge von Vertretern anderer EU-Projekte, die aus ihren Projekten – ebenfalls im Rahmen interaktiver Postersession – berichteten. Durch das gewählte Tagungsformat konnte nicht nur im Rahmen der Posterpräsentationen miteinander geredet werden, sondern es bestand auch die Möglichkeit, in den sich anschließenden Plenumsdiskussionen angeregt Erfahrungen auszutauschen sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten.

Im Abschlussreferat stellte Dr. Johannes Klumpers, Direktor des Referats „Naturwissenschaft und Gesellschaft“, von der Europäischen Kommission die “Philosophie der EU-Programme zur Förderung naturwissenschaftlicher Bildung und internationaler Kooperationen“ vor. Dr. Klumpers informierte die Teilnehmer über die Perspektiven und Leitideen, die zukünftigen Förderprogrammen der Europäischen Kommission zur Steigerung naturwissenschaftlicher Bildung zu Grunde liegen werden.

Prof. Janchai Yingprayoon aus Thailand diskutierte in seiner Funktion als externer Gutachter seine Gedanken zur Arbeit der PARSEL-Projektgruppen und würdigte abschließend die Aktivitäten sowohl der PARSEL-Projektgruppen als auch die der anderen geladenen Projekte.

Neben dem offiziellen Konferenzprogramm gab es auch ein kulturelles Rahmenprogramm: Hier konnten die Kolleg(inn)en im informellen Rahmen Gedanken austauschen, Kontakte knüpfen und neue Projekte anschieben. Zu den kulturellen Höhepunkten zählten sicherlich neben den beiden Konferenz-Empfängen im Clubhaus der Freien Universität Berlin und im Neuen Glashaus des Botanischen Gartens auch die klassischen Konzerte in den Palmen- und Gewächshäusern des Botanischen Gartens. Als ein weiteres Highlight stellte sich der Plenarvortrag von Prof. Klaus Roth dar, gab er doch ausreichend Anlass zum Nachdenken, Lachen und Genießen. Schließlich führte der Vortag von Prof. Roth die Teilnehmer in die Welt der Schokolade; und zwar sowohl kulturhistorisch als auch naturwissenschaftlich-experimentell. Klaus Roth ließ die Besucher “im Selbstversuch“ erkunden, wie man Schokolade “richtig“ isst, damit es zu einer Freude für alle Sinne wird. - Eine Freude für alle Anwesenden war dieser Beitrag auf jeden Fall!

Mehr über das Programm der Tagung wird in Kürze auf der Homepage des PARSEL-Projekts zu finden sein. So hat sich das PARSEL-Konsortium darauf verständigt, ein “Book of Invited Presentations“ herauszugeben, in dem alle eingereichten Tagungspräsentationen publiziert werden. Das Konsortium und die Herausgeber rechnen damit, dass diese Publikation im Frühjahr 2009 fertig gestellt und ab Juni 2009 im Handel oder über die PARSEL-Partner erhältlich sein wird. Weitere Informationen über das „Book of Invited Presentations“ sind in kürze >hier< zu finden.

Stellvertretend für das gesamte PARSEL-Konsortium bedanken sich die Organisatoren der Konferenz bei allen, die für das gute Gelingen der Konferenz beigetragen haben; allen voran bei den Lehrerinnen und Lehrern, den Referentinnen und Referenten und beim Team der örtlichen Tagungsleitung und – last but not least – bei der Europäischen Union, die nicht nur durch die finanzielle Unterstützung des Projekts wesentlichen Anteil daran hatte, dass es zu diesem fruchtvollen und interessanten, erkenntnisreichen und Grenzen überschreitenden Erfahrungsaustausch kommen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Claus Bolte
Mitglied des PARSEL- Konsortiums
Konferenzleitung
Dr. Wolfgang Gräber
Sprecher und Koordinator des
PARSEL-Konsortiums



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Stand: 24.03.2009