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Prof. Claus Bolte und Sabine Streller - Abt. Didaktik der Chemie der FU Berlin

Nawi(e) FUntastisch“ -
Forscher Füchse und Junge Forscher/-innen meisterlich! 

Auch in diesem Jahr nahmen wieder mehr als 50 Kinder im Grundschulalter an den Mitmach-Kursen "Nawi(e) FUntastisch" der Abteilung Didaktik der Chemie der Freien Universität Berlin teil; der Clou dieser Veranstaltungen: Nicht Professor(inn)en, Dozent(inn)en oder andere gestandene Wissenschaftler/-innen führten die jungen Besucher durch das Programm sondern 25 so genannte "Junge Forscher/-innen" und “Forscher Füchse“, und das sind Kinder, die nicht viel älter als ihre Gäste sind.

Als "Forscher Fuchs" bzw. "Junger Forscher oder Junge Forscherin" bezeichnen sich die Kinder, die mittlerweile seit mehr als einem Jahr einmal pro Woche an einem der insgesamt sechs Experimentierkurse der Chemiedidaktik der FU Berlin teilnehmen. Frei nach Sepp Herberger standen die beiden "Halbfinal-Begegnungen" der diesjährigen FUntastisch Langen Nacht unter dem Motto: 'Der Ball ist rund, und das nächste Experiment ist das schönste!' Denn einer der Schwerpunkte im Lange-Nacht-Programm der FU Berlin war dem Event des Jahres - der Fußball Weltmeisterchaft 2006 - gewidmet. Um das Herberger-Versprechen einzulösen, hatten die Forscher Füchse und die Junge Forscher/-innen Kinder zwischen 8 und 10 Jahre zu Mitmach-Kursen ins "FUntastische Stadion" eingeladen.



Zuvor hatten die jungen Wissenschaftler/-innen unter Anleitung von Sabine Streller ihre Lieblingsexperimente vorbereitet, die der kreativen Phantasie der Kinder entsprechend - mal mehr und mal weniger - mit dem Thema Fußball in Verbindung gebracht werden konnten. In diesem Sinne hatten sie den Experimenten pfiffige und einprägsame Namen gegeben; wie:


• "Weltmeisterschaftsfeuerwerk",
• “Fußballersekt“ oder
• “Fußballon“.

Darüber hinaus hatten sie Plakate mit Fragestellungen und Versuchsanleitungen vorbereitet und alle nötigen Materialien und Geräte bereitgestellt, damit ihre Gäste Fragen wie diese ’selbst erforschen’ konnten:


• Was macht müde Kicker wieder munter?
• Wiegt ein 'platter Fußball mehr als ein
   aufgepumpter?
• Was steckt alles in einem Fußball drin?

An insgesamt 15 Stationen konnten die wohl jüngsten Gäste der Langen Nacht spielerisch und mit viel Spaß an der Sache überraschende – eben ’funtastische’ – Phänomene rund um den Fußball untersuchen und Fragen auf den Grund gehen, die selbst ein Kahn, Ballack und Podolski so schnell nicht hätten beantworten können. - Zugegeben: Wenn Kahn, Ballack oder Podolski sich nach dem "Warum?" fragen, stehen ihnen auch keine Forscher Füchse oder Jungen Forscher/-innen mit Rat und Tat zur Seite (Bild 1 bis 3).



So führte der Besuch die Gäste gleichermaßen in die Welt rund um den Fußball und in die der Wissenschaften ein. Dabei wurde deutlich, wie sehr eine aktive Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Experimenten fun-tastische Erlebnisse hervorrufen kann und Spaß bereitet.

Doch nicht nur die Gäste sondern auch die jungen Wissenschaftler/-innen kamen auf ihre Kosten: Sie hatten selbst viel Spaß am Vormachen, Anleiten und Erklären ihrer "Trainingseinheiten" und konnten sich so ihrer in den Kursen erworbenen Kompetenzen bewusst werden.

Am Ende der Veranstaltung zeichneten Sabine Streller und Prof. Claus Bolte (die Initiatoren der Experimentier-kurse) die Forscher Füchse in Anwesenheit ihrer Eltern mit dem 'Silbernen Reagenzglas am Band' aus.

Prof. Bolte (Chemiedidaktiker an der FU Berlin) bringt das Credo der Kinder-Experimentierkurse und der Nawi(e) FUn(tastisch)-Veranstaltung wie folgt auf den Punkt:

"Unsere Kursangebote sollen den Kindern frühzeitig vor Augen führen, dass selbst die so genannten 'harten Naturwissenschaften' (wie Physik und Chemie) intellektuell nicht zu schwer sein müssen. Wichtig ist dabei jedoch, dass ihnen ein altersgemäßes und kognitiv angemessenes Lernangebot eröffnet wird; Angebote, die sie interessieren und deren Anforderungen sie sich gewachsen fühlen. Außerdem ist dafür zu sorgen, dass ihnen Erfolgserlebnisse beschieden sind und sie diese auf ihre eigenen Anstrengungen und Kompetenzen zurückführen können. Dabei spielt die Anerkennung durch die Peers (Freunde, Gleichaltrige) und durch die Familie eine weitere wesentliche Rolle. Nicht zu unterschätzen ist nämlich der Teamgeist bzw. das Gefühl sozialer Eingebundenheit. Dieses Gefühl kann sich aber erst nach wiederholter Teilnahme bei den Kindern nachhaltig einstellen. Regelmäßig bzw. wöchentlich stattfindende Kurse sind auch deshalb so wichtig, da leider noch viel zu oft naturwissenschaftlich interessierte und engagierte Schüler/-innen in unseren Schulen als 'Streber' oder 'Eigenbrödler' angesehen werden: Physik und Chemie sind unter Jugendlichen nicht eben 'angesagt' und naturwissenschaftlich interessierte und engagierte Schüler/-innen gelten unter den Mitschüler(-inne)n nicht unbedingt als 'cool'. Unsere wöchentlich stattfindenden KieWi & Co.-Kurse bieten dagegen die Möglichkeit, persönliche Interessen und Kompetenzen autonom auszuloten, sich sozial zu verorten und Freundschaften auf- und auszubauen. Veranstaltungen wie die 'Nawi(e) funtastisch Lange Nacht' schlagen daher gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Extrinsische Anerkennungen - wie das 'Silberne Reagenzglas am Band' - sind dabei spielerisch zu verstehen; denn: Interesse 
an einer Sache lässt sich nun 'mal nicht durch Belohnungen motivieren!
Wir sind daher gespannt, wie sehr der Besuch im "FUntastischen Stadion" dem naturwissenschaftlichen Nachwuchs nicht nur im Gedächtnis bleibt, sondern die Kinder auch zu neuen Taten bewegt. Denn wie sagte Sepp Herberger noch so treffend: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!"

In diesem Sinne ein Hinweis in eigener Sache: Im September 2006 beginnen neue Experimentierkurse für Kinder der 3. und 4. Jahrgangsstufe. Interessierte Kinder (bzw. deren Eltern) finden nähere Informationen unter www.chemie.fu-berlin.de/didaktik und können sich telefonisch unter 030-838-567 08 oder via E-Mail unter kiewi@chemie.fu-berlin.de anmelden.

 


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Sprechstunde Prof. Bolte
Im Wintersemester 2013/2014 Mittwochs von 12.00 -13.00 Uhr und nach Vereinbarung
 

PROFILES - Projekt
Kick-Off in Berlin vom 09.12. - 11.12.2010
 
Freie Universität Berlin Takustr. 3 Tel.: +49 (30) 838-567-08 E-Mail: didaktik@chemie.fu-berlin.de
Didaktik der Chemie 14195 Berlin Fax.: +49 (30) 838-559-19
Impressum
Stand: 26.09.2006