Hahn-Meitner-Bau der Freien Universität 

Chronik

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Dahlem 1918

Ernst Beckmann

mit Direktorenvilla

Lise Meitner
Zustand nach dem Luftangriff 1944

 
1905  Plan zu einem chemischen Forschungsinstitut ("Chemische Reichsanstalt") nach dem Vorbild der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt 
7.März 1908  Gründung des Vereins "Chemische Reichsanstalt", Präsident des Vereins und designierter Leiter der Anstalt: Ernst Beckmann (Büste im 2.Obergeschoss)
1909  Das "Dr.Althoff'sche Projekt betr. Ausnutzung der Domäne Dahlem für staatliche Zwecke (Begründung einer durch hervorragende Wissenschaftsstätten bestimmten vornehmen Kolonie, eines deutschen Oxford)"
1910/11  Pläne zur Gründung einer hochschulunabhängigen nicht-staatlichen Forschungseinrichtung, schrittweise Aufgabe des Projekts Chemische Reichsanstalt zugunsten eines Forschungsinstituts für Chemie
11.Oktober 1910 Aufruf Kaiser Wilhelms II., anläßlich der Säkularfeier der Friedrich-Wilhelm-Universität, unter seinem "Protektorat und Namen eine Gesellschaft zu gründen, die sich die Errichtung und Erhaltung von Forschungsinstituten zur Aufgabe stellt".
11.Januar 1911 Gründung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (KWG)
Dezember 1911  Vertrag zwischen dem Verein Chemische Reichsanstalt und der KWG über die Errichtung eines chemischen Forschungsinstitutes, das als "Kaiser-Wilhelm-Institut (KWI) für Chemie" in Dahlem (Thielallee 63-67) errichtet werden soll
23.Oktober 1912  Einweihung des KWI für Chemie im heutigen Hahn-Meitner-Bau durch Kaiser Wilhelm II. (Architekten: Ernst von Ihne und Max Guth)
Otto Hahn wird Leiter der Abteilung für Radioaktivität
Frühjahr 1913  Umbenennung des "Vereins Chemische Reichsanstalt" in "Verein zur Förderung Chemischer Forschung" 
1918  Entdeckung des Protaktiniums (Element 91) durch Otto Hahn und Lise Meitner = das langlebigste Isotop der Muttersubstanz des Aktiniums 
Dezember 1924  Enthüllung der Bronzebüste von Ernst Beckmann im Treppenhaus
September 1938  Lise Meitner emigriert nach Holland 
Dezember 1938  Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Straßmann 
15.Februar 1944  Teilzerstörung durch Bombentreffer, weitere Zerstörungen am 24.März, Verlagerung des Instituts nach Tailfingen/Württemberg; 1949 Übersiedlung und Weiterführung als MPI für Chemie in Mainz 
1945  Einrichtung einer organisch-chemischen Serviceabteilung für das benachbarte KWI für physikalische Chemie und Elektrochemie
1950  Übernahme des Gebäudes von der MPG durch das Land Berlin und Eingliederung in die Freie Universität Berlin 
Mai 1950  Berufung von Willy Lautsch zum ao. Professor für organische Chemie, Beginn des Ausbaus im unzerstörten Teil des Gebäudes
Mai 1950  Berufung von Rudolph Lorenz zum ao. Professor für analytische Chemie, 1952/53 Wiederaufbau des zerstörten Westflügels für das anorganisch-chemische Praktikum. K.F.Jahr, seit 1955 o. Professor, erreicht den Neubau des Instituts für anorganische Chemie (Fabeckstraße) 
Dezember 1956  Enthüllung der Gedenktafel für Otto Hahn und Fritz Straßmann im Treppenhaus des Instituts, seither führt das Gebäude den Namen "Otto-Hahn-Bau der Freien Universität" 
1961  Berufung von K.J.Vetter zum ao. Professor für physikalische Chemie, Gründung des Instituts für physikalische Chemie 
1962  Gründung des Instituts für Biochemie (R.Riemschneider) und Unterbringung am Ostpreußendamm 111 
1963  Übersiedlung des Instituts für anorganische Chemie in den Neubau Fabeckstraße 34-36, das Institut für physikalische Chemie zieht in den Otto-Hahn-Bau; Erweiterung des Instituts für organische Chemie 
April 1978  Umzug der Institute für organische sowie für physikalische Chemie in den Neubau Takustraße 3
1980  Der Otto-Hahn-Bau wird dem Institut für Biochemie zugesprochen, mehrjährige Sanierung und Modernisierung
1984
Das Institut für Biochemie (zunächst die Abteilungen Prof.Erdmann und Prof.Hucho) zieht in den Otto-Hahn-Bau
seit 1984 
Nutzung durch die Arbeitsgruppen der Biochemie der FU Berlin
Oktober 2010
Umbenennung in „Hahn-Meitner-Bau der Freien Universität“

Direktoren und Abteilungen des Kaiser-Wilhelm-Instituts 1912-1946:

Direktoren:

Abteilungen:

Bei der Zusammenstellung dieser Daten war uns dankenwerterweise Herr Dr.Engel, Leiter des Universitätsarchivs der Universitätsbibliothek der FU Berlin behilflich. Weitere Auskünfte: Dr.Michael Engel (Tel. 8385-2230)

Chris Weise, dada@chemie.fu-berlin.de, Oktober 2010



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