Ansprechpartner: Chris Weise
Hintergrund: Aufgrund von Hydropathie-Analysen wurde postuliert, daß in jeder Rezeptor-Untereinheit vier 17-26 Aminosäuren lange hydrophobe Bereiche als alpha-Helices die Membran durchspannen; eine experimentelle Bestätigung hierfür steht jedoch aus. Nach proteolytischer Entfernung der Extramembran-Domänen des AChR bleiben nur diejenigen Peptide zurück, die durch die Plasmamembran-Lipiddoppelschicht geschützt sind. Aus unseren FTIR-Messungen an einem solchen Präparat (Görne-Tschelnokow et al., 1994, EMBO J.13, 338-341) geht hervor, daß zumindest ein Teil dieser Sequenzen nicht als alpha-Helix, sondern als ß-Faltblattstruktur vorliegt. Da die ß-Faltblattstruktur pro Aminosäure mehr als doppelt so lang ist, wären dann mehr Membrandurchgänge oder eine komplexere Intramembranstruktur nicht auszuschließen.
Experimenteller Ansatz: Bisherige Versuche, die Intramembran-Peptide zu isolieren und zu sequenzieren, schlugen fehl. Es soll nun versucht werden, diese Bereiche des Rezeptors mit 125I-TID, einer radioaktiven Substanz, die sich in die Lipidphase einlagert, zu markieren. Das auf diese Weise markierte Präparat soll wie beschrieben mit Proteasen behandelt werden; die Membranpeptide sollen dann zunächst dünnschichtchromatographisch aufgetrennt und schließlich über MALDI-MS analysiert werden.