Proteinkinase C (PKC) spielt eine wichtige
Rolle bei vielen Signaltransduktionsvorgängen und bei der Regulation
von Proliferation und Differenzierung. Das Konzept, daß die Funktionen
der verschiedenen Isoformen der PKC durch spezifische Lokalisation in bestimmten
Kompartimenten der Zelle erreicht werden, findet zunehmend Unterstützung.
Da in vielen Fällen eine stimulationsabhängige Änderung
der Lokalisation zu beobachten ist, kann PKC auch als ein "shuttle"-Molekül
für Signale in der Zelle betrachtet werden. Generelles Thema meiner
Untersuchungen ist daher die Regulation der Funktion der Proteinkinase
(PKC) durch Kompartimentierung. Dabei steht im Mittelpunkt meines Interesses
die PKC-vermittelte Signaltransduktion zum Zellkern und die Funktion in
diesem Kompartiment.
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(1) Die Hypothese, daß im Zellkern vorhandene oder nach Stimulation dorthin translozierte PKC auch bei Mechanismen der neuronalen Plastizität eine Rolle spielt, wird durch unsere Beobachtung gestützt, daß in kultivierten Hippokampusneuronen eine Stimulation mit dem erregenden Transmitter Glutamat unter anderem zu einer Translokation der PKC-alpha in den Zellkern führt. Bei diesen Versuchen zur Lokalisation von PKC-Isoformen in primären Neuronen (durchgeführt während eines Forschungsaufenthalts bei R. Nixon, McLean Hospital, Harvard Medical School, Boston) stellten wir außerdem fest, daß Glutamat (über eine Erhöhung der intrazellulären Calciumkonzentration) und Phorbolester verschiedene Auswirkung auf die Verteilung von PKC-alpha und PKC-gamma haben. Untersuchungen zur Lokalisation von PKC-Isoformen in primären Neuronen werden gegenwärtig in Kooperation mit G. Ahnert-Hilger (Inst. f. Anatomie, Charite, Berlin) fortgeführt. (2) Um Aufschluß über die Funktion
der PKC im Zellkern zu gewinnen, wird nach ihren Substraten im Zellkern
gesucht. Bisher konnten einige Proteine als in
(3) Bei der Untersuchung des Mechanismus,
mit dem PKC in den Zellkern transloziert wird, ergab sich, daß er
sich auf mehreren Stufen von dem Mechanismus unterscheidet, mit dem Proteine
in den Kern transportiert werden, die ein herkömmliches Kernlokalisationssignal
tragen. Es ist daher ein völlig neuer Transportmechanismus zu postulieren.
Nun sollen die Bereiche in der PKC-Sequenz herausgefunden werden, die,
wahrscheinlich über eine Interaktion mit anderen Proteinen, eine Translokation
zum Zellkern vermitteln können. Nach transienter Transfektion mit
Konstrukten, die ein Fusionsprotein von PKC-alpha und "green fluorescent
protein" (GFP) kodieren und Transfektion mit gerichtet mutierten Konstrukten
konnte die den Kerntransport bestimmende Region der PKC bereits eingegrenzt
werden.
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Buchner, Klaus: Protein kinase C in the transduction of signals toward and within the cell nucleus. Eur.J.Biochem. (1995) 228: 211-221 |