Neuerungen zum 1. Januar 2002

Nach dem 11. September hat der Bundestag ungewöhnlich viele Gesetze verabschiedet. Die meisten enthalten zusätzliche Auflagen. Doch nicht nur. Viele Menschen profitieren von den neuen Regelungen - Gewaltopfer, Schuldner und Verbraucher.

Recht machen

von Hans Monath

Selten sind in so kurzer Zeit so viele Gesetze verabschiedet worden wie in den dreieinhalb Monaten nach dem 11. September. Dennoch wird kaum ein Bürger durch staatliche Eingriffe gezwungen sein, sein Leben mit Anbruch des neuen Jahres komplett umzustellen. Allerdings war die Reaktion auf die terroristische Bedrohung umfassend: Das zweite Anti-Terror-Paket ändert Sicherheitsbestimmungen in etwa 100 Paragraphen. Manche Bürgerrechte werden dadurch eingeschränkt, manche bislang geltende Dogmen, wie die strikte Trennung von Polizei und Geheimdienst, überwunden. Doch hat die Bundesregierung im vergangenen Jahr auch dafür gesorgt, dass auf anderen Feldern vom Januar an die Rechte der Bürger gestärkt werden - etwa dann, wenn die Bürger als Verbraucher auftreten oder in finanzielle Notlagen kommen.

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Alle Verbraucher müssen im neuen Jahr tiefer in die Tasche greifen - und zwar für die nächste Stufe der Ökosteuer sowie die Anhebung der Tabak- und Versicherungssteuer.

TSP

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Martin Gehlen


© Der Tagesspiegel, 2001-12-31. 2002-01-18