Eine Trinkstube im Elsaß. Die deutschen drei Musketiere, Theodor Ludwig Arschfigg, Kornus Gersti Hütt und Martinus Roßkuss sitzen beim Bier.
Theodor Ludwig:
"Sagt schnell mir an, ihr edlen Junker,
vernehmt ihr dieses säuerliche Schwämeln,
das itzt von einem andrem Tische
so schwehr zu uns herüberweht?
Mir scheint als trachte dieses Gas
aus finstrem Loch entstiegen
uns eigenschaftlich ohne jedes Maß
gestankhaft zu besiegen."
Kornus Gersti:
"Du sprichst es aus, in Reimen, edlen
O wenn es doch woanders hinwich.
Es hilft kein Blasen, s'hilft kein Wedeln
dies Düftlein hat es in sich!"
Martinus Roßkuss:
"Selbst meine, vom Degenschlag zerstörte
Nas'
gewahrt dies pestartige Gas.
Und das was ich zu riechen vermag
odiert gewißlich äußerst stark.
Denn seit ich vor Jahren mit dem gefochten
mit dem ich hatt' gewettet
hab' ich sowas nicht mehr gerochen
mein G'sicht seither geplättet."
Kornus Gersti:
"Kein Weib hatt'st du seit jener Zeit
denn zu der naslos' Fratze
kam durch Dualgesetzlichkeit
der Schrecken einer Glatze."
Theodor Ludwig:
"Die heilige Dreieinigkeit -
der Ausfall aller Zähne
vollendet' deine Peinlichkeit
und unser' garstig Häme."
Martinus Roßkuss:
"So ist's, ich ward entstellt für immer
und zu dem Schaden kam der Spott.
Und riechen konnt' ich seitdem nimmer
bis eben jetzt - ein Zeichen von Gott?"
Kornus Gersti:
"Du meinst, der Herr dir Zeichen sendet
daß dein Martyrium beendet sei?
Mir scheint, dir hat's die Birn' geblendet
so daß sie weich nun wie ein Ei!"
(lacht)
Theodor Ludwig:
"Der hellsten einer war der Martin nie!"
Martinus Roßkuss:
"Ach figgt euch doch in euer Knie."
Die Türe der Schenke öffnet sich, herein tritt ein Franzose. An seinem Hut wippt keck eine große Feder. Aus seinem rosenverzierten Rock stakt blitzend die Klinge seines Degens. Die drei Freunde erkennen sofort den Duc de Rosette, einen entfernten Verwandten Arschficks aus der französischen Linie. Er war es, der einst im Duell Martins Nase abhieb. Ganz ungesühnt kann dies nicht bleiben.